Hilfe bei Ladeverteiler und Wechselrichter

Probleme/Hilfen zur Standard-Elektronik findet man hier

Moderator: Sebi

Hilfe bei Ladeverteiler und Wechselrichter

Beitragvon catfisch » 20.09.2018, 19:02

Hallo liebe Leute,

hatte das eben schon mal gepostet, aber irgendwie ist es nirgends mehr zu finden, na vielleicht bin ich ja auch zu blöd!
Habe ein Problem, und da ja Bootselektrik dem der KfZ oder Wohnmobilelektrik stark ähnelt habe ich es hier gepostet. Eigentlich braucht ihr für meine Frage nur den Film anschauen, schaut ihn direkt auf Youtube; https://www.youtube.com/watch?v=HXHdzDVnn88
Ich brauche also Info, welches Bauteil kann ich dort einbauen, geht das überhaupt so wie ich es mir vorstelle? Es handelt sich um dieses Gerät: https://www.autobatterienbilliger.de/1000W-2000W-12V-auf-230V-Sinus-Wechselrichter-mit-Ladegeraet-MPPT-Solarladeregler-USV-NVS-Spannungswandler-Inverter Lima bringt 43A Ladegerät 40A und Solar bringt höchstens 12A, ich hoffe die Angaben reichen um zu einer Lösung zu gelangen?
Es wäre echt super, wenn ihr mir helfen könntet!!!

LG Schnarri!
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Re: Hilfe bei Ladeverteiler und Wechselrichter

Beitragvon catfisch » 21.09.2018, 10:53

mmmh,

hat denn keiner einen Plan? Oder seid ihr durch die Form der Frage abgeschreckt?
Stellte fest das ich mich verlesen habe, das Ladegerät der SSI hat nur 20A, nun überlege ich, ob mir das überhaupt ausreicht? Oder ob ich doch alles Einzelkomponenten nehme und ein Ladegerät mit 40A, denn die 1. Batteriebank hat 300Ah, die 2. Batteriebank (Front) für Bugstrahlruder hat 150Ah und die Starterbatterie hat 55Ah, dass heißt ich habe 505Ah voll zu kriegen und das ist mit 20 A Ladestrom ein bissl wenig meine ich! Oder wie seht ihr das? Dann wäre meine Frage hinfällig, kostet dann zwar gut einen Hunni mehr, hätte aber alles so wie es sein soll!

LG Schnarri!
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Re: Hilfe bei Ladeverteiler und Wechselrichter

Beitragvon catfisch » 21.09.2018, 11:16

Hallo,

noch eine kleine Frage zum Ladeverteiler, könnte ich eigentlich auch diese Dioden https://www.mouser.de/ProductDetail/IXYS/DSA120C150QB?qs=sGAEpiMZZMtQ8nqTKtFS%2fMVO5fHW5uUQHXhLia8m%252bgE%3dfür den Ladverteiler nehmen. Denn da habe ich eine höhere Stromtoleranzen, die Diode kann 120A ab!
Info wäre nett!
Danke und LG TS!
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Re: Hilfe bei Ladeverteiler und Wechselrichter

Beitragvon Wappler » 21.09.2018, 15:39

Wichtig!
Der Feuerlöscher muß für Elektrobrände geeignet sein.
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Re: Hilfe bei Ladeverteiler und Wechselrichter

Beitragvon U-sonic » 21.09.2018, 18:01

bootsolarlimabat.jpg
bootsolarlimabat.jpg (12.66 KiB) 533-mal betrachtet


Bild ist im nicht Schütz erregten Zustand (also wenn es dunkel ist)

Das Schütz ist ein 12-24V/230V Typ (12-24V Spulenspannung und 230V auf der Schaltseite. Du brauchst mind. ein 40A Typ (ob nun 1 Phasig/230V oder 3 Phasig/690V ist egal)

Sonne dunkel = Ladeweg der Bat deaktiviert

Nachtrag:
Dies gilt nur bei Verwendung von 1 Bat-pack für Alles auf deinem Boot !

Wenn Du bei deinem VielBat-pack (Unsinn für mich) bleiben willst, dann musst du dir einen Elektriker holen. Der macht dir dann aus einem Hilfschütz (oder 2,3) und 4 Hauptschütze ne Schaltung, Die dann alle deine Bat-packs bei Dunkelheit abschaltet und deine Haupt-Lima-SpeiseBat zuschaltet (mit Sicherheitsverriegelungen, so dass bei Dunkelheit nicht eine Bat die Andere lädt).

Ich hab dazu keine Lust und Zeit.

MfG
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Re: Hilfe bei Ladeverteiler und Wechselrichter

Beitragvon alterhase » 22.09.2018, 09:36

@U-sonic: Was denkst du, wie sich der Schütz in der Dämmerung oder bei bewölkten Himmel verhält?

@Catfish: Google mal nach "Trennrelais + Camping"
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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Re: Hilfe bei Ladeverteiler und Wechselrichter

Beitragvon U-sonic » 22.09.2018, 12:16

alterhase hat geschrieben:@U-sonic: Was denkst du, wie sich der Schütz in der Dämmerung oder bei bewölkten Himmel verhält?


Nicht eindeutig bzw. Dem ist kalt und Es fängt an zu zittern :lol:

Bei Verwendung von nur einem Bat-pack hätte er das Problem ja gar nicht (Schottky's auch nicht nötig) und das Lima gibt oder nimmt direkt wie es meint und braucht.

Wollte Ihm nur in die richtige Richtung verweisen für sein VielBat-pack

Puffern (im 12/24V Steuerkreis) kann er ein Schütz/Lastrelais ja auch

Zeitrelais mit Denen man Anzug- und Abfallzeit realisieren/steuern kann gibt es auch

usw.

;-)
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Re: Hilfe bei Ladeverteiler und Wechselrichter

Beitragvon alterhase » 22.09.2018, 12:58

Bei einem Ladestrom von angenommenen 20A hat eine Schottky-Diode eine Flussspannung UF von etwa 1V das bedeutet du musst etwa 20W an Verlustleistung über Kühlkörper abführen. Sonst: RIP Dioden!

Außerdem wird dem Ladegerät eine, um die Flussspannung UF, höhere Spannung des Akkus vorgegaukelt. Das bewirkt, dass das ein Standard-Ladegerät zu früh auf Erhaltungsladung geht und der Akku nie voll geladen wird. (bei UF 0,3V auf geschätzt etwa 50 bis 60%)
Diagramm klickmich
Deshalb müssen beim Ladegerät (Lima und Solarregler) die Spannungswerte angepasst werden. Was oft nicht möglich ist.

Darum nimmt man für solche Aufgaben Trennrelais, die es mit elektronischer Spannungsüberwachung und auch vollelektronisch gibt.
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Re: Hilfe bei Ladeverteiler und Wechselrichter

Beitragvon catfisch » 24.09.2018, 01:58

Hallo,
also erst einmal Danke an alle.
Alter Hase, sehr sinnvoll ein Trennrelais gibt es aber nur mit zwei Ausgängen, sprich für Bord und Starterbatterie, ich bin jetzt am überlegen alle Lieferanten an das Trennrelais zu bringen und den Ausgang für die zwei Bordbatterien nochmal über einen Ladeverteiler zu bringen, der dann, wenn das Trennrelais für die Starterbatterie schließt, beide Bordbatterien lädt. Die Schaltung muss dann natürlich angepasst werden, und die Schottky Dioden sollten sowieso mit Kühlkörpern versehen werden! Den Wechselrichter habe ich mir in dem SSI schon aus dem Kopf geschlagen, wird separat kommen wie auch Solarregler, Ladegerät, somit ist die eigentliche Frage Thema mehr. Denn dann gehe ich mit dem Wechselrichter direkt an die Hauptbank von 300Ah.
Achso zwei Batteriebänke hat man in Booten, um erstens die Hauptbank nicht mit den Hochstromabnehmern wie Ankerwinsch und Bugstrahlruder zu belasten, und zweitens als Gewichts- und Materialeinsparung, damit man für die Hochstromabnehmer nicht zu große Querschnitte nehmen muss, weil der Weg in der Regel viel länger ist bis zur Hauptbatteriebank, in meinem Fall wären das 6m! Das würde für einen Stromabnehmer wie dem Bugstrahlruder von 200A einen Querschnitt von 70qmm oder mehr bedeuten. Das für den Jenigen, der meinte 2 Batteriebänke wären Nonsens.
Alter Hase würde mich freuen, wenn Du zu der Idee deinen Meinung sagst!

Danke nochmal LG Schnarri!
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Re: Hilfe bei Ladeverteiler und Wechselrichter

Beitragvon alterhase » 24.09.2018, 08:40

...die Schottky Dioden sollten sowieso mit Kühlkörpern versehen werden!
Nö! Die fliegen raus, die machen nur Probleme wegen der UF! Die Dioden ersetzt das/die Trennrelais.

Das Trennrelais hat die Aufgabe die Starterbatterie vor Entladung zu schützen. (...wäre schön blöd, wenn auf hoher See der Motor nicht anspringt :mrgreen: )
Es ist quasi Teil der Starteranlage und braucht deshalb mMn. nur einmal vorhanden sein. Die beiden Batteriebänke kannst du parallel betreiben. Natürlich mit ensprechenden Sicherungen. Ich würde da gleiche Typen bevorzugen.

Ich schätze es wird auch Trennrelais mit Signalisierung des Zustands geben. Diese Klemme könntest du für ein "Slave" Relais für die 2. Batterie verwenden. Wenn nicht, dann ein zweites Trennrelais. Tip: Nimm vollelektronische wegen dem Kontaktverschleiß von mechanischen. Da zu knausern bringt Nix.

Frage:
Warum gibt man zu den Hochstromverbrauchern nicht ein Monsterbatteriepack und verlegt die langen Kabel zu den Kleinstromverbrauchern? Ich nehm an, Gewichtsverteilung?

Achtung!
Du musst dazu bedenken, dass die Akkupacks parallel geschalten sind und der Laststrom, egal von welchem Verbraucher, sich gleichmäßig auf beide, bzw. sogar alle drei Batterien aufteilt.

Diese gleichmäßige Aufteilung wird nur durch die Akku-Innenwiderstände und die Leitungswiderstände mehr oder minder verschoben.
Um das einigermaßen in den Griff zu bekommen, solltest du dir ein Ersatzschaltbild der Anlage zeichnen (Spannungsquellen, Innenwiderstände, Leitungswiderstände, Sicherungswiderstände und Kontaktwiderstände) und die theoretische Stromverteilung für den worst case Fall durchrechnen. Da sind wir wieder bei der Maschenrechnung, die man im Grundlagenunterricht bis zum Erbrechen üben muss. 8)
...sonst stirbt dir beim Einschalten eines Großverbrauchers die Sicherung im Kleinverbraucherbereich und du suchst ewig nach dem Fehler.
Ich möchte die 2 bzw. 3 Batterienlösung nicht zu Ende durchrechnen müssen. :roll: ...und schon garnicht den Fehlerfall, etwa korrodierte Anschlüsse der Hochstrom-Batterie.
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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Re: Hilfe bei Ladeverteiler und Wechselrichter

Beitragvon catfisch » 24.09.2018, 10:19

Danke,

das ist eine Aussage mit der ich was anfangen kann! Werde zwei vollelektronische Trennrelais holen, und wie Du sagtest, das zweite Relais als Slave nutzen, denn wenn die Starterbatterie voll ist sorgt der Slave dafür, dass die Frontbatterie als erstes geladen wird, denn die ist für den Bootsbetrieb (Bugstrahl, Ankerwinch) wichtig und als letztes wird die Hauptbatterie geladen. Denn der größte Abnehmer ist da der Kühlschrank (9A), und später der Wechselrichter, da bin ich mit 300Ah schon ganz gut aufgestellt bis die leer ist! Dazu kommt, man startet ja nun nicht so oft, so dass die Starterbatterie relativ zügig voll sein wird und dann die Bordbatterien na Vorrang geladen werden. Dazu kommt, dass man wenigstens jeden zweiten Tag an Landstrom ist und die Batterien ja dann in irgendwelchen Marinas über das Ladegrät geladen werden. Glaube das wird die beste Lösung sein!
LG und Danke Schnarri!
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Re: Hilfe bei Ladeverteiler und Wechselrichter

Beitragvon alterhase » 24.09.2018, 11:03

Achtung!
Du musst dazu bedenken, dass die Akkupacks parallel geschalten sind und der Laststrom, egal von welchem Verbraucher, sich gleichmäßig auf beide, bzw. sogar alle drei Batterien aufteilt. ...


Ist dir bewusst, welche Konsequenzen sich daraus ergeben?
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