UV-Lecksuchlampe OPTIMAX 3000X TP8690X LED + Adapter

Wenn ihr was über bestimmte Bauteile wissen wollt

Moderator: dussel07

UV-Lecksuchlampe OPTIMAX 3000X TP8690X LED + Adapter

Beitragvon fasion » 08.11.2016, 18:18

Hallo liebe Leute, ich hoffe, es kann mir hier geholfen werden...
Ich habe eine Fluoreszenz-Leckortungs-LED-Taschenlampe + Adapter 12V von Tracerline
Modell TP8690X
EAN 4015704146899
bei der die Platine (Spannungswandler) defekt ist. Der kleine 8-polige Chip mit der Bezeichnung M...63A O?6F ist mechanisch (!) zerstört, die Punkte bzw. das Fragezeichen stehen für fehlende Buchstaben oder Zahlen.
Einem Tausch des IC steht (technisch) nichts im Wege, wenn ich nur die Kennung hätte. Hat vielleicht jemand so eine Lampe? Das wäre ideal...

Eine Anfrage hatte ich an den Generalvertrieb Deutschland gestellt:
Die Antwort:
"Guten Tag,
diese Platine führen wir leider nicht als Ersatzteil, hier können Sie nur
eine ganz neue Lampe bestellen."
Suuuper.
Mhhh. Och nee. 200€? Danke!

Hier ein Bild des Übeltäters:
http://fs5.directupload.net/images/161108/hwycnqrf.jpg

Ich bin gespannt! Danke herzlich im voraus!
Dateianhänge
UV LED_Platine.jpg
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Re: UV-Lecksuchlampe OPTIMAX 3000X TP8690X LED + Adapter

Beitragvon alterhase » 08.11.2016, 19:32

So wie das aussieht ist der "Chip" nicht "mechanisch" zerstört sondern elektrisch durch Überlastung.

Der Die klickmich (das ist der eigentliche Chip) wurde so heiss, dass die Dämpfe das Gehäuse gesprengt haben.

Der Elko ganz links im Bild hat sich zB. vor Hitze das "Hemdchen" ausgezogen.
Auch der schwarze Bommel rechts unten sieht sehr krank aus seine Beine sind verfärbt.

...da sind garantiert noch andere Fehler, die nicht auf dem 1.Blick ersichtlich sind.

...besser du schaust dich um ein anderes Fabrikat um.
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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Re: UV-Lecksuchlampe OPTIMAX 3000X TP8690X LED + Adapter

Beitragvon fasion » 08.11.2016, 20:09

Danke, das ging flott! Andere Fehler haben da wohl keinen Platz, die Platine ist echt nur ca. 8x2cm, einseitig bestückt.
Und richtig, ich hätte besser schreiben sollen "physisch zerstört", da ja die Platine im Lampenkörper vor mechanischen Einflüssen gut geschützt ist (die Lampe hat das Format einer Magnum 2D), wollte nur unterstreichen, dass ich für die Reparatur definitiv einen neuen Schaltkreis brauche. Und die anderen paar passiven Gesellen, Schwamm drüber, werden gleich mit ersetzt. Ich denke schon (auch weil ich mir den NP der Lampe beim besten Willen nicht erklären kann!), dass sich die Reparatur lohnt. Ich habe auch schon bei reichelt, conrad usw. versucht, den IC zu finden, kein Erfolg.
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Re: UV-Lecksuchlampe OPTIMAX 3000X TP8690X LED + Adapter

Beitragvon topas » 08.11.2016, 20:38

Wahrscheinlich ist es der MC34063A. Kostet nur ein paar Cent. Für die Wissenschaft könnte man ihn evtl. mal austauschen.
Die Diode daneben ( 1N5819 oder ähnl. ) besser gleich mit.
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Re: UV-Lecksuchlampe OPTIMAX 3000X TP8690X LED + Adapter

Beitragvon Pelle » 08.11.2016, 20:41

Hallo fasion, diese Probleme kenne ich. Meistens ist es unmöglich herauszubekommen welches Bauteil der Hersteller verbaut hat. Wahrscheinlich handelt es sich bei Deinem Bauteil um einen Step up Wandler. Du hast leider nicht angegeben mit welcher Spannung Deine Lampe betrieben wird. Eine mögliche Lösung könnte der Ersatz des gesamten Moduls sein. Bei http://www.pollin.de/shop/dt/NTY1ODQ2OTk-/Bauelemente_Bauteile/Bausaetze_Module/Module/Step_Up_Schaltregler_Modul_DAYPOWER_M_SU_XL6009.html gibt es vielleicht die Lösung. Könnte von den Maßen passen.
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Re: UV-Lecksuchlampe OPTIMAX 3000X TP8690X LED + Adapter

Beitragvon Anse » 09.11.2016, 00:07

Prüfe mal anhand der Belegung ob es sich überhaupt um einen MC34063 handeln kann.
Stimmen die Pins für Vcc und GND, ist an Pin3 ein Kondensator nach GND.
Welche Konfiguration; Step up oder down?
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Re: UV-Lecksuchlampe OPTIMAX 3000X TP8690X LED + Adapter

Beitragvon topas » 09.11.2016, 06:30

Man muss ja nur einen Blick auf die Platine werfen, und diese Fragen werden überflüssig. Den Elko rechts sollte man auch austauschen. alterhase hat natürlich recht, der Fehler kann auch im verbrauchenden Teil liegen. Aber einen Versuch ist es wert, die Teile sind sehr preiswert.
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Re: UV-Lecksuchlampe OPTIMAX 3000X TP8690X LED + Adapter

Beitragvon alterhase » 09.11.2016, 17:21

Weiß jemand, wie sich ein Windungsschluss in der Speicherdrossel auswirkt? ...vielleicht sollte man die auch tauschen. ...ist diese Spindel-Bauform überhaupt geeignet? ...sollte doch langer "Eisenweg" kleiner Luftspalt sein oder irre ich mich da?
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Re: UV-Lecksuchlampe OPTIMAX 3000X TP8690X LED + Adapter

Beitragvon Woody » 09.11.2016, 17:54

:D
Hm... ein Windungsschluss in der Drosselspule würde bedeuten, dass deren Induktivität entweder stark sinkt oder
schlimmstenfalls keine mehr vorhanden ist, bzw. auch keine Leitung mehr. Ist zwar nicht "direkt" vergleichbar:
Aber die Folge wäre ähnlich, als wenn man in einem Schwingkreis die Spule überbrückt (Frequenz geht nach oben)
oder ganz abzwackt (nix mehr Frequenz... :wink: )
Würde mich alterhase anschließen.
Die Schaltung selbst scheint nicht sehr kompliziert zu sein (hab´ mich aber mit dem IC noch nicht auseinander
gesetzt), die Bauteile wären auch für einige wenige Euronen (€) erhältlich.
Würde das ganze olle Zeugs auslöten (außer vielleicht den R´s), und Ersatzteile rein.
Wenn das nix hilft könnte man für die UV-Lampe eine Schaltung ausklamüsern, wobei mir hier "spontan" der
gute alte [555] einfällt.

G.R.
Warum wohl werden Teleskope auf der Suche nach "intelligentem Leben" von der Erde weg ausgerichtet ;) ??
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Re: UV-Lecksuchlampe OPTIMAX 3000X TP8690X LED + Adapter

Beitragvon alterhase » 09.11.2016, 19:13

So eine Speicherdrossel ist zwar auch eine Induktivität.
...aber du musst sie etwas anders betrachten als die Spule in einem Schwingkreis. @Woody.

...als einen Energiespeicher. Induktivität. (magnetisch) Kondensator (el. Feld) , Akku (chemisch) , oder sonstwas (kinetisch , thermisch und was es sonst noch gibt) .
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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Re: UV-Lecksuchlampe OPTIMAX 3000X TP8690X LED + Adapter

Beitragvon Woody » 09.11.2016, 23:01

:D
Jepp! Darum schrieb Woody auch:
(...) Ist zwar nicht "direkt" vergleichbar (...)
Aber: Wo keine Spule mehr ist, weil entweder überbrückt oder durchgeschmort, gibt´s auch keine Induktivität mehr (so eine Art
"Zwischending" zwischen magnetischen aber auch elektrischem Speicher) Jeder (?) kennt ja noch die "3-Finger Regel aus dem Physikunterricht :wink:
Da schon der Kondensator (hier Elko genannt) als "elektrischer Speicher" deutlich die Aufschrift "RIP" hat, das IC auch nicht mehr wirklich gut aussieht,
würde es mich nicht verwundern, dass die Art von verwendeter Drosselspule auch die Grätsche gemacht hat. Im Gegensatz zu Ringkerndrosseln,
die einiges aushalten, kann eine solche Drossel mit ihren dünnen Drähtchen im Inneren nicht viel Überlast vertragen und riecht dann auch schlecht :mrgreen:

G.R.
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Re: UV-Lecksuchlampe OPTIMAX 3000X TP8690X LED + Adapter

Beitragvon fasion » 11.11.2016, 18:47

Hallo liebe Leute, Euer Eifer ist ja überwältigend, ein herzliches Dankeschön!
#Pelle: die Lampe wird per Zigarettenanzünder bzw. Krokodilklemmen direkt an 12 Volt betrieben.
#all:
Liege ich richtig mit "STEP DOWN"?
Die Platine ist 2,5cm x 6,5cm, danke für den Tipp mit dem "Step-Up Schaltregler-Modul DAYPOWER M-SU-XL6009", ich weiß aber nicht, was die UV-LED braucht!
Der weiße Draht liefert direkt Masse (-) an die Diode, das Plus bekommt Sie von der angesetzten runden Platine.
Würde es helfen, wenn ich den Schaltplan dazu mal zeichne?

PS: Ich bin zwar technisch etwas "begabt", habe einiges wieder flott bekommen, manchmal auch Glück ;-) .... aber bei Elektronik wate ich meistens im flachen Wasser, ein paar Grundlagen, nix spektakuläres. Deswegen: SORRY
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Re: UV-Lecksuchlampe OPTIMAX 3000X TP8690X LED + Adapter

Beitragvon Pelle » 11.11.2016, 19:33

Hallo fasion. Das sind ja nur 9 Bauteile, also sehr übersichtlich. An der "Einbuchtung" der Platine saß bestimmt ein metallischer Halter über den die Schaltung die Lampe mit Masse versorgt. Der runde Teil ist dementsprechend die Plus- Seite. Wenn Du löten kannst, ist es ein Klacks alle Teile auszutauschen. Der Wert liegt bestimmt unter 5 € ohne Versandkosten.
Falls Du auf der Lampe eine Angabe zur Spannungs- und evtl. Stromaufnahme findest und nicht selber basteln willst, kannst Du bei der genannten Firma oder einer anderen im Bedarfsfall auch einen passenden step down Wandler oder einen universellen Schaltwandler finden. Mußt halt auf die Maße achten.
Ich würde aber erst einmal testen, ob die UV- Lampe noch funktioniert.
Also schau mal auf die Lampe oder in eine evtl. vorhandene Bedienungsanleitung ob dort nicht die elektrischen Daten vorhanden sind. Falls Du dort nichts findest, gibt es die Möglichkeit eine einstellbare Spannungsquelle bzw. sogar ein Labornetzteil zu benutzen, um so die Betriebsspannung der Lampe zu ermitteln und den Test auf Funktionsfähigkeit der UV- Lampe durchzuführen.
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Re: UV-Lecksuchlampe OPTIMAX 3000X TP8690X LED + Adapter

Beitragvon fasion » 11.11.2016, 20:20

Hallo Pelle, nee, mit den Einbuchtungen wird die Platine an ihrem Platz in so einer Art zylindrischen Plastik-Inlay gehalten, die ganze Einheit wird dann (sozusagen statt Batterien) in die Handlampe (Alukorpus) geschoben, wackelfrei, kein Kurzschluss. Die Stromversorgung 12 V DC (Autobatterie) erfolgt direkt über die zwei dicken (ca. 2,5mm²) angelöteten schwarz isolierten Kabel, die Masse wird durch das dünne weiße direkt an die UV-LED gereicht.
Löten ist kein Problem!

Mit Infos zur Lampe sieht es rar aus, wie gesagt, der Händler in D will nur neue verkaufen, Hersteller sitzt in den USA, techn. Unterlagen habe ich keine.
Die UV-LED (SMD-Bauform,oder?) sitzt in diesem kleinen Alu-Becher, komplett umschlossen von einem massiven Glasstreukörper. Ich kann da keine Bezeichnung orten, kann ich die wie eine normal Diode mit einem Digitalmultimeter testen?
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Re: UV-Lecksuchlampe OPTIMAX 3000X TP8690X LED + Adapter

Beitragvon Pelle » 11.11.2016, 23:47

fasian hat geschrieben:Ich bin zwar technisch etwas "begabt", habe einiges wieder flott bekommen, manchmal auch Glück ;-) .... aber bei Elektronik wate ich meistens im flachen Wasser, ein paar Grundlagen, nix spektakuläres. Deswegen: SORRY

Viel anders geht es mir auch nicht, aber man könnte sich ja weiter entwickeln.

Deshalb möchte ich erst einmal etwas klarstellen:
Willst Du nur diese Lecksuchlampe reparieren oder evtl. auch tiefer in die Elektronik einsteigen? Für den ersteren Teil gibt es geeignetere Foren.
Der ernsthafte Einstieg in die Elektronik ist, das zeigt mir jetzt Dein Beitrag, leider nicht möglich, falls man erstens nicht über genügend Englischkenntnisse verfügt , zweitens nicht bereit ist, ein Datenblatt zu lesen und zu verstehen und drittens bereit ist, Berechnungen anzustellen.

Genau an dieser Stelle befinde ich mich jetzt. :oops:

Die weitere Vorgehensweise wäre jetzt nach meiner Ansicht, erst einmal diese Entscheidung zu fällen. Sowohl für mich als auch für Dich.
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