Frage zu FADER für Leuchtdioden

Moderator: Tim Sasdrich

Re: Frage zu FADER für Leuchtdioden

Beitragvon dussel07 » 08.03.2012, 16:55

fader.gif
fader.gif (3.42 KiB) 3085-mal betrachtet

Am ehesten verstehe ich diese Schlatung :lol:
S1 ist geöffnet -
1) C1 ist entladen da an beiden Polen über R2 und R3 Gnd anliegt.
2) an der Basis des NPN Transistors liegt auch über R2 und R3 Gnd an (er ist also gesperrt)

S1 wird gedrückt -
1) C1 wird langsam über R2 aufgeladen
2) mit steigender Spannung macht T1 immer mehr auf
3) die LED wird langsam heller bis C1 vollständig aufgeladen ist

S1 wird losgelassen -
1) C1 entläd sich langsam über die Basis-Emiterstrecke und R2/R3 :?:
2) je weiter die Spannung von C1 sinkt umso dunkler wird die LED

HIER noch mal der Link zur ursprünglichen Schaltung in der ich nicht verstehe wie sich C1 verhält? oder anders gesagt: Wo holt sich C1 sein Gnd Potential um überhaupt Einfluß nehmen zu können??
Geht ja eigentlich nur über C2???
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Re: Frage zu FADER für Leuchtdioden

Beitragvon topas » 08.03.2012, 17:20

C1 verzögert Spannungswechel am Kollektor von T2 und macht wahrscheinlich den Fadingeffekt "runder".
@dussel: Ground schaltet doch T2, dann wird C1 wirksam, öffnet T2, hält C1 das Potential noch eine Weile....

Das Überleben von T2 hängt von seiner Stromverstärkung und dem Basiswiderstand ab. C1 bildet im Einschaltmoment einen glatten Kurzschluss.
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Re: Frage zu FADER für Leuchtdioden

Beitragvon alterhase » 08.03.2012, 17:31

Bei der Schlatung ist der Verbesserungsspielraum wirklich etwas zu groß geraten :mrgreen:
Chef ich glaub, da besteht Handlungsbedarf :roll:

Der T2 wirkt in etwa so wie eine Stromsenke für 40 mA (bei einem typischen ß = 250)
9V/(10+47k) = ca. 0,16 mA --> 0,16 mA x 250 = 40 mA es ergibt sich also fast eine Gerade. 8)
(Wenn ein Kondensator mit Konstantstrom geladen wird ergibt sich ein linearer Anstieg der Spannung am C1)
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Re: Frage zu FADER für Leuchtdioden

Beitragvon topas » 08.03.2012, 17:51

C1 wird auch über den R4 aufgeladen.

Für alle, die besser in Logik denken:
fader2.gif
fader2.gif (4.59 KiB) 3067-mal betrachtet


4049 enthält 6 Inverter.
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Re: Frage zu FADER für Leuchtdioden

Beitragvon alterhase » 08.03.2012, 17:57

topas hat geschrieben: ... C1 wird auch über den R4 aufgeladen. ...

Einspruch! in der Orig. Schlatung von Cheffe liegt R4 // zu C1 kann also nur entladen.
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Re: Frage zu FADER für Leuchtdioden

Beitragvon topas » 08.03.2012, 18:01

Da muss ich widersprechen, tatsächlich, bildet die Parallelschaltung aus R4 und T2 die Ladeschaltung für C1, entladen wird er nur über R4.
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Re: Frage zu FADER für Leuchtdioden

Beitragvon alterhase » 08.03.2012, 18:11

Dann schau dir den "Ladestromkreis" über R4 C1 an. von Plus zu Plus lädt sich nix.

Der R4 liegt parallel zu C1 und nicht Parallel zu T2
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Re: Frage zu FADER für Leuchtdioden

Beitragvon Anse » 08.03.2012, 18:15

Ausserdem sollte man eh besser einen µC nehmen - mit PWM , gell Anse?

Einfacher wärs :wink: So einen exponentiell Helligkeitsverlauf ist aber mit µC nicht so einfach. Jetzt haben wir die Verwirrung perfekt gemacht :oops:
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Re: Frage zu FADER für Leuchtdioden

Beitragvon topas » 08.03.2012, 18:16

Die Spannung an C1 ist nicht konstant, sie ändert sich - daher fliesst auch ein Strom von R4 nach C1. Er ist daher wie eine Wechsel-Spannungsquelle mit 10K Innenwiderstand zu sehen. Wie gross der Effekt ist, müsste man spicen.
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Re: Frage zu FADER für Leuchtdioden

Beitragvon alterhase » 08.03.2012, 18:20

topas hat geschrieben:Die Spannung an C1 ist nicht konstant, sie ändert sich - daher fliesst auch ein Strom von R4 nach C1. Er ist daher wie eine Wechsel-Spannungsquelle mit 10K Innenwiderstand zu sehen. Wie gross der Effekt ist, müsste man spicen.

Meine Betrachtungsweise ist die:
Anfangs -bei entladenen C1- ist R4 bedeutungslos. Später beim Ladevorgang frisst R4 je nach Ladefortschritt (UC1/R4) immer mehr vom Ladestrom weg, bis er -bei Volladung- des C1 alleine den Kollektorstrom T2 bestimmt. :wink:
Aber Laden tut er nicht. - Er verzögert die Ladung. (gewürzt hab ich schon) :wink:
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Re: Frage zu FADER für Leuchtdioden

Beitragvon topas » 08.03.2012, 18:26

Das widerspricht meiner Wechselspannungssicht überhaupt nicht. Die 10K sind eben eine zusätzliche Last, was für die (wechselspannungsmässige) Parallelschaltung spricht.
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Re: Frage zu FADER für Leuchtdioden

Beitragvon alterhase » 08.03.2012, 18:29

topas hat geschrieben:Das widerspricht meiner Wechselspannungssicht überhaupt nicht. Die 10K sind eben eine zusätzliche Last, was für die (wechselspannungsmässige) Parallelschaltung spricht.

Deiner Wechselspannungsansicht widersprech ich ja nicht.
Ich sage nur dass R4 keinesfalls die Ladung von C1 beschleunigt. Er verbiegt die theoretisch lineare Ladekurve an C1 in Richtung Parabel?
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Re: Frage zu FADER für Leuchtdioden

Beitragvon alterhase » 08.03.2012, 18:31

Anse hat geschrieben:
Ausserdem sollte man eh besser einen µC nehmen - mit PWM , gell Anse?

Einfacher wärs :wink: So einen exponentiell Helligkeitsverlauf ist aber mit µC nicht so einfach. Jetzt haben wir die Verwirrung perfekt gemacht :oops:


Geh! Mit einer LUT ist das alles kein Problem.

zur Verwirrung:
SSKM wenn der TE nix zur Arbeit beiträgt. :evil:

Ich seh in unserem Gebrabbel nur die Bereitschaft zu helfen. Sozusagen Idlemode. :wink:
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Re: Frage zu FADER für Leuchtdioden

Beitragvon topas » 08.03.2012, 18:33

Vielleicht hatte ich mich auch nicht klar genug ausgedrückt, als ich die Parallelschaltung von T2 und R4 angesprochen hab. Aber bei 1 KHz, würde es jeder so sehen, es gilt aber auch für 0,01Hz.
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Re: Frage zu FADER für Leuchtdioden

Beitragvon alterhase » 08.03.2012, 18:39

topas hat geschrieben:Vielleicht hatte ich mich auch nicht klar genug ausgedrückt, als ich die Parallelschaltung von T2 und R4 angesprochen hab. Aber bei 1 KHz, würde es jeder so sehen, es gilt aber auch für 0,01Hz.

NF und RF mäßig hast du recht. Aber das sollte man doch rein DC-mäßig betrachten. Du weißt ja nicht ob die LED jemals wieder ausgeschaltet wird 8)

Schrödinger schau owa und bring die Katze mit :mrgreen:
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