Audiosignal-Detektor und Einschaltverzögerung

Moderator: Tim Sasdrich

Audiosignal-Detektor und Einschaltverzögerung

Beitragvon Cpt. Jack Sparrow » 05.03.2018, 18:23

Tach Forum,

eins vorweg ich hab von Elektronik in etwa soviel Ahnung, wie ein Huhn von Raketenwissenschaft. Nun gut, das lässt sich ja ändern.

Also, ich bastle gerade an einem Verstärker-Modul mit DSP. So weit funktioniert auch alles, ich bin nur zu faul, jedes Mal zum Lautsprecher zu laufen und ihn einzuschalten. Ich möchte die Schaltungen "Audiosignal-Detektor" und "Einschaltverzögerung" so verbandeln, dass wenn ich meinen AVR einschalte und dieser ein Signal zum LFE-PreOut schickt, sich das Modul einschaltet. Die Einschaltverzögerung soll dann nach 10 Sekunden 1-4 Relais (in Abhängigkeit ob ich ein, zwei, drei oder 4 Lautsprecher-Treiber anschließe) schalten, die erst dann die Signale der Endstufe an die Treiber durchlassen.

Also muss ich die LED im Audiosignaldetektor durch ein Relais ersetzen. Dieses muss die 250V Netzspannung an ein 350 Watt Schaltnetzteil leiten.

Und genau so sollte es dannauch bei der Einschaltverzögerun sein: statt einer LED werden die Relais verzögert geschalten.

Als Stromversorgung würde ich einen kleinen Trafo (den hier: https://www.reichelt.de/Printtrafos-2-0 ... stct=pol_0 ? ) gefolgt von einem Gleichrichter (der hier: https://www.reichelt.de/Gleichrichter/B ... stct=pos_7 ?), einem Kondensator zu Stabilisierung (der hier: http://www.derelektronikershop.de/theme ... eferid=164 ?) und als Abschluss einen Spannungsregler, um auf 5V zu kommen (arbeiten die beiden Schaltungen eigentlich auch schon mit 5V???).

Die Spannung von 5V brauche ich (oder bräuchte ich) um mir das Netzteil des DSP zu sparen. Zwei Fliegen, eine Klappe und so...

Bin ich da so weit richtig?

Gruß,
der Cpt
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Re: Audiosignal-Detektor und Einschaltverzögerung

Beitragvon alterhase » 06.03.2018, 08:08

Ahoi, willkommen an Bord :)

Verwende erst einmal die Forumssuche. Da haben Topas und ich bereits darüber parliert. Vox sollte das passende Stichwort sein.
Auch Tante Google spuckt dir jede Menge darüber aus. (da solltest du mit Schaltung bzw. Circuit verknüpfen)

Die auf der Elektronikerseite vorgestellten Schaltungen sind nur bedingt praxistauglich. Sie sollen in erster Linie den Anfänger motivieren was zu basteln und zu eigenen Experimenten verführen und sind deshalb mit ausreichend Verbesserungsspielraum versehen.
..was bin ich doch für ein Diplomat. :mrgreen:

Bei deinen Elektronikkenntnissen und da es nötig ist 230V zu schalten rate ich dir vom Selbstbau ab.
230V sind lebensgefährlich
und eine unsachgerechte Verdrahtung kann zu Bränden führen.


Tipp: Nimm eine Master/Slave Steckdosenleiste die vom AVR geschalten wird oder überlege dir eine Lösung mit Funksteckdosen.
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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Re: Audiosignal-Detektor und Einschaltverzögerung

Beitragvon Tim Sasdrich » 06.03.2018, 16:46

Ja, wie alterhase schrieb, rate auch ich dir, die Finger von den 230V zu lassen. Funksteckdosen dürften die einfachste Variante sein, die 230V mit einer Niederspannung (an der du problemlos basteln darfst) zu schalten. Du kannst üblicherweise die Tasten der Fernbedienung mit Relais/Optokopplern betätigen oder direkt die (zuvor mitgeschnittenen) Daten vom einem Mikrocontroller/Arduinio/RaspberryPi/... an das Funkmodul der Fernbedienung bzw. an ein passendes Funkmodul zu senden. Mit letzterem habe ich aktuell 6 Funksteckdosen (2er + 4er Set) an nur einem IO meines RaspberryPi hängen. Zum 2er Set fand ich auch eine Doku, sodass auch ein Toggle möglich ist, beim 4er Set kam ein 433 MHz-Modul zum Einsatz, so kann ich die Original Fernbedienung weiterhin verwenden und muss für deren Funkmodul keine 12V Betriebsspannung bereitstellen.
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