SMD Arbeitsplatz

Probleme mit einer Schaltung? Hier kann geholfen werden

Moderator: dussel07

SMD Arbeitsplatz

Beitragvon frank_w » 11.01.2018, 10:41

Hallo,
ich brauche mal Eure Erfahrungen zum SMD Arbeitsplatz.

Ich will mir Bausätze kaufen und die dann aufbauen, löten nur mit Lötkolben.

Zum üben entlöte ich mit einen Heißluftgebläse SMD
Platinen und löte dann wieder die SMD Bauteile auf.

SMD Bauteillager brauche ich nicht.

Ich habe:
Pinzetten, dritte Hand, Zangen, Lötkolben 230V 20W, Lötzinn 1mm, Lupenbrille und Vergrößerungstischleuchte.

Wie sollte die Lötkolbenspitze aussehen und wie fixiere ich die Bauelemente.

Welche Ausstattung habt ihr und was fehlt mir noch.

Gruß Frank
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Re: SMD Arbeitsplatz

Beitragvon Pelle » 11.01.2018, 21:22

...und was fehlt mir noch.

In erster Linie eine ruhige Hand und "Engelsgeduld". Natürlich auch keine Zugluft und evtl. eine SMD- Lötpaste zum ankleben der Winzteile. Auch eine antimagnetische Pinzette habe ich als sehr angenehm empfunden. Ansonsten wünsche ich Dir, dass das Sehvermögen noch sehr gut ist. Auch eine starke Lupe kann solche Defizite nur zum Teil ausgleichen. :cry:
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Re: SMD Arbeitsplatz

Beitragvon frank_w » 14.01.2018, 11:09

Pelle hat geschrieben: Ansonsten wünsche ich Dir, dass das Sehvermögen noch sehr gut ist. Auch eine starke Lupe kann solche Defizite nur zum Teil ausgleichen. :cry:


Genau da habe ich Probleme.

Wie soll den die Lötkplbenspitze aussehen?

Gruß Frank
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Re: SMD Arbeitsplatz

Beitragvon Tim Sasdrich » 14.01.2018, 23:22

Gibt angeschrägte Lötspitzen mit einer Kuhle drin, die mag ich sehr. Bei den spitzen Lötspitzen fließt mir das Lötzinn fast immer an die Seite der Spitze statt vorne dran zu bleiben, so lässt sich schlecht SMD-Löten.

Ein Flux-Stift oder Löthonig ist auch praktisch.

Eine Heißluftstation ist gut, um ICs wieder runter zu löten, falls es mal ein Problem gibt (µC Verfused, IC beim anlöten verrutscht, ...). Eine Heißluftpistole reicht dafür im Prinzip auch, erhitzt aber meist eher großflächig.
Man kann auch mit Lötpaste und Heißluft löten, das tolle daran ist, dass sich die Bauteile selbst hübsch aufs Pad ausrichten können. Aber sie können sich auch plötzlich aufstellen, weggepustet werden, usw., am besten klappt es bei groben Rastermaßen wie SO-IC, 0804 und ähnliche. Aber ist halt etwas blöd mit dem Auftragen der Lötpaste, die recht zähflüssig ist. Man drückt hinten auf die Spritze, vorne kommt nichts raus, drückt mehr, kommt was und es hört nicht mehr auf. Drückt man nur etwas, wartet kurz und trägt die Paste dann schnell bei weiterem drücken auf die Lötpads auf und zieht hinten an der Spritze, sobald man fertig ist, geht es. Man kann aber auch mit dem Lötkolben arbeiten. TQFP-100, 0201 und so löte ich nur mit dem Lötkolben.

In der Hochschule haben wir die Möglichkeit unter einem Mikroskop zu löten, mir fällt es ohne diesen Hilfsmitteln aber leichter. Ich kann aber auch noch gut sehen. Ein Mikroskop ist dennoch praktisch, um die Lötstellen danach optisch zu prüfen (gerade bei TQFP-100). Aber eine gute Kamera mit Makroobjektiv reicht dafür auch, es gibt einfache Clips fürs Smartphone (die Linsen lassen sich oft auch an ne Webcam montieren), günstige USB-Mikroskope usw., da muss man nicht viel ausgeben um brauchbare Ergebnisse zu bekommen.

Unmagnetische Pinzetten hab ich auch, die aus Plastik ist mir jedoch am Lötkolben angeschmort und ging nicht weit auf. Habe inzwischen billige Pinzetten aus unmagnetischem Metall, die finde ich deutlich besser.

Für die Aufbewahrung eignen sich so Boxen ganz gut. Gibt es entweder als Köfferchen mit kleinem Klappdeckel je Fach oder mit herausnehmbaren Röhrchen als Fach. Das Erste ist günstiger, das Zweite ist angenehmer da man die Bauteile vorsichtig rausschütteln kann anstatt sie mit der Pinzette rauspicken zu müssen. Oder man lässt sie gegurtet.
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