HF Prüfgenerator

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Re: HF Prüfgenerator

Beitragvon dussel07 » 01.09.2016, 22:25

Die Zweitbesetzung, ein B+K 3010 Funktionsgenerator funktioniert tadelos!
Der HF Prüfgenerator tuts nicht. Weder im NF Bereich noch im HF Bereich lässt sich die Frequenz ändern. Im HF Bereich verändert sich die Amplitude etwas wenn ich am Drehko kurbele.
Kurz und gut - tolles Gehäuse - super Kontrolllämpchen!!
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Re: HF Prüfgenerator

Beitragvon Woody » 02.09.2016, 05:39

:D
dussel07 hat geschrieben:(...) Im HF Bereich verändert sich die Amplitude etwas wenn ich am Drehko kurbele (...)
Hab´ ich so auch noch nicht gehört :roll:
Freilich kann bei einer festen zu messenden Empfangsfrequenz der Sender "scheinbar" an "Saft" verlieren, wenn man ihn aus
dem Frequenzbereich herauskurbelt (Gauss läßt grüßen).
Wie gesagt, ich bin absolut kein Röhrenspezialist, aber die Schaltung sieht mir nach einer gewöhnlichen "Colpitts-Schaltung"
aus. Das einzig Variable ist hier die Frequenz. Ganz klassisch: Schwingkreis (Spule(n) + Drehko) mit Oszillator-Schaltung
hinten dran "Na, da koppeln wir mal schön... rück :mrgreen: ).
alterhase hat geschrieben:(...) So nen Scheiß hat wohl jeder von uns mal gemacht
...das gehört zum "Reifungsprozess" ...denk ich (...)
Jepp! Ändert aber nix daran, dass man sich in den Ar... ääh... Hintern beißen würde, sofern man hinreichend gelenkig wäre... :wink:

G.R.
Warum wohl werden Teleskope auf der Suche nach "intelligentem Leben" von der Erde weg ausgerichtet ;) ??
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Re: HF Prüfgenerator

Beitragvon alterhase » 02.09.2016, 06:27

Das passt nicht zusammen.

Da gibts keinen NF-Bereich. Der (ich kann nur vom TE-20 sprechen) hat lediglich einen 400Hz Generator der als interne Modulation dient.

:?: Hast du gesehen wie der Drehko dreht oder nur gefühlt, wie sich der Drehknopf dreht.
(es könnte sein dass der Feintrieb verharzt ist und die Rutschkupplung rutscht)


:?: Wie hast du die Frequenz der HF festgestellt? Oszi? Zähler? Kontrollempfänger?
(An der Höhe der Frequenz sind nur 2 Bauteile beteiligt eine Spule und der Drehkondensator die anderen Bauteile sind nur "Hilfskräfte" die haben da nix zu bestimmen.)

:?: Ändert sich die Frequenz wenn du den Bandschalter umschaltest (andere Spule nimmst)

.
.
.


Ich mach mal auf Wahrsager schau in die Kristallkugel, lese im Kaffeesud, Pendele kurz drüber und sag dir was los ist:

Die Elkos sind dermaßen ausgetrocknet, dass sie keine Siebwirkung mehr haben. Deshalb steht das nur gleichgerichtete Signal an der Anode der Oszillatorröhre. Also ein gewaltiger Netzbrumm von 50 Hz mir all den Sauereien die heutzutage übers Stromnetz daherkommen. Durch den Auskoppelkondensator, der für HF bemessen recht klein ist werden die 50 Hz zurückgehalten und die Sauereien stehen am HF-Ausgang relativ ungehindert an.
...die hast du "gemessen"

...macht 10 € :mrgreen:
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Re: HF Prüfgenerator

Beitragvon dussel07 » 02.09.2016, 08:25

Na das ist ja mal günstig!
Netzfrequenz könnte sein -
Habe mit dem Oszilloskop gemessen. Natürlich musste ich, nachdem nichts sinnvolles am Ausgang anlag das Gerät aufschrauben und schauen. Da Du vorher schon was von Elkos geschrieben hattest, habe ich die gut Erreichbaren mal eben in der Schaltung überprüft - 0,1uF ergab 120n - ein Anderer mit 0,1uF kam auf 220n.
NF (Drehregler unten links) da dachte sich der Horst (oder auch Heinz) könnte Niederfrequenz sein?
HF (Drehregler unten rechts) ist dann natürlich HOCHfrequenz!
Das Oszilloskop zeigte bei mehreren Schalterstellungen Matsch an - Matsch definiert sich wie folgt: oben eine schwache Welle - dann bis zur Nulllinie ein flächiges Glimmseln. Auf jeden Fall keine Änderung der Frequenz beim umschalten des Bereichsschalters.
Zum Drehko - kann ich noch nicht sagen. Nach dem Aufschrauben gab es einen Moment - kurzes innehalten - da drehte sich, trotz kurbeln nichts, dann schon -
Werde ich heute Abend noch mal bewußt testen.
Ist beim Tausch der Elkos irgend etwas zu beachten oder tut es der 0815 Elko??

HIER noch mal ein Link (Quelle Schaltplan)
Da sieht man (selbst ich) das NF nichts mit Niederfrequenz zu tun hat. Sollte die Einspeisung bezüglich Fremdmodulation sein.
Beim betrachten der Fotos kommt mir doch noch gleich eine Eingebung: Nicht Alles was grau, dick und rund ist, ist automatisch ein Elko. Da habe ich doch tatsächlich Kondensatoren geprüft statt Elkos.
Dateianhänge
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Re: HF Prüfgenerator

Beitragvon alterhase » 02.09.2016, 14:11

Aufschrauben, so nicht eh schon geschehen. Linke Hand in die Hosentasche versenken, Gerät anstecken, Einschalten und nachsehen ob in der V1 beide Heizfäden glimmen. Ebenso in der V2, da gibts nur einen.

Dann Voltmeter an den 2. Glättungskondensator 10µ 150V (der nach dem 2k 3/4W) Ich schätze, dort müssten so an die 120V DC stehen. Wenn dort nix ist, beim 1. Elko nachsehen.
Widerstand put? Diode put? Trafo put?

Achtung die Elkos sind geladen und die Ladung kann ganz schön weh tun!
Also immer nur ein "Pfötchen" verwenden :mrgreen:
Oszieingang auf AC 5 V/Div stellen und kontrollieren wie groß die Brummspannung ist. Das sollten nur wenige mVss bis Vss sein.
:!: Den GND vom Oszi auf keinen Fall an einen anderen Punkt als an GND vom Generator bringen, sonst .... klesch! ...Hast du einen Trenntrafo?


Vor weiteren Untersuchungen am Gerät: Abstecken und den 10µ 150V Elko über 100R bis 1k entladen.

Die Hand bleibt bis dahin im Hosensack ... :mrgreen:
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Re: HF Prüfgenerator

Beitragvon dussel07 » 02.09.2016, 22:31

Meine Hand ist eigentlich immer da wo's dunkel ist :D

Hatte mir heute so viel vor genommen und fast nichts davon geschafft.
Immerhin habe ich jetzt zwei neue Elkos auf Halde - und Spannung habe ich auch mal eben zugeschaltet. Die Röhren glimmseln vor sich hin - zwei Glimmsel bei der Einen, ein Glimmsel bei der Anderen.
Als ich das Messgerät ansetzen wollte kam mein Sohnemann und wollte mit mir raus.
Nu bin ich sau müde und reiße keinen Hering mehr vom Teller.
Morgen ist ja glücklicherweis auch noch ein Tag!
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Re: HF Prüfgenerator

Beitragvon dussel07 » 04.09.2016, 14:29

Die Elkos sind schon mal hin!
Mein Messer sagt 30pF und 34pF.
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Re: HF Prüfgenerator

Beitragvon alterhase » 04.09.2016, 16:23

35pF als Siebelko scheint mir auch ein wenig wenig 8)

Hau alle alten Elkos raus und ersetze sie durch "lieferfrische". Vor dem Einschalten check auch noch die Gleichrichterdiode. :wink:

Ich denke, damit ist dann das Problem behoben. 8)
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Re: HF Prüfgenerator

Beitragvon Woody » 05.09.2016, 19:42

:D
dussel07 hat geschrieben:(...) Da habe ich doch tatsächlich Kondensatoren geprüft statt Elkos. (...)
... Ääh, ööh, ja :? So Kondensatoren sind schon ganz was anderes als Elkos... :shock: :mrgreen: Aber ich weiß schon was gemeint ist :wink:`
Ich tät ja alle Kondis rauswurschteln und neue reinpflanzen. Hab´ mal aus so einem Uralt-Fernseher (schätzungsweise aus der
Übergangszeit von der mesopotamischen zur frühägyptischen Kultur) auch diese "dicken grauen Brocken" herausgepopelt.
Ich weiß zwar nicht mehr, wie viele Faradeyer die hatten, ist auch egal, denn die verloren fast alle ihre Beine und aus den
entstandenen Löchern rieselte eine mir heute noch unbekannte Substanz. Woody war damals schon klar: Selbst die, die noch
Beine hatten kannst´e nicht mehr verwenden. Ich wusste damals nur soviel: Die Elkos steckten immer in einer Metallhülse
und die "normalen Kondensatoren" ( :wink: ) waren in etwas eingeschlossen, was sich heute (und damals) Bakelit nennt.
Was ich nicht wusste: Diese Art frühsteinzeitlicher Kunststoffe hat die Eigenart, mit der Zeit porös und brüchig zu werden. Der
Luftsauerstoff erledigt dann den Rest.
Resümee: Ich gehe jede Wette ein, dass keines der Kondensatoren noch den richtigen Wert hat, egal ob Elko oder Kondensator ( :wink: ).
Allerdings schätze ich mal, dass die Keramik-Kondis, die ich nehmen würde, ganz schön die Beine spreizen müssten...


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Re: HF Prüfgenerator

Beitragvon frank_w » 06.09.2016, 06:14

die guten und bösen Kondensatoren:

http://dampfradioforum.de/viewtopic.php?f=24&t=2700

Gruß Frank
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Re: HF Prüfgenerator

Beitragvon Mathias » 06.09.2016, 17:09

Wie sieht es mit den heutigen Kondensatoren aus, wie lange Lebensdauer kann man bei denen erwarten ?
Bei den Elkos weis ich, das die mit der Zeit austrocknen.
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Re: HF Prüfgenerator

Beitragvon alterhase » 06.09.2016, 19:00

Heute werden Geräte aus anderen Gründen unbrauchbar. Stichwort: geplante Obsoleszenz.

Die Rechenleistung meiner "ältesten Schrottgeräte" wäre zur Zeit der Apollomission ein Traum gewesen. klickmich

@Frank_W: Danke für den interessanten Link.
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Re: HF Prüfgenerator

Beitragvon Mathias » 06.09.2016, 21:18

Heute werden Geräte aus anderen Gründen unbrauchbar. Stichwort: geplante Obsoleszenz.

Wie sieht dies aus mit diskreten Hifi-Verstärkern, der höheren Preisklasse aus, welche kein Digital-Zeugs besitzen ?
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Re: HF Prüfgenerator

Beitragvon Woody » 07.09.2016, 05:53

:D
Mathias hat geschrieben:(...) Wie sieht dies aus mit diskreten Hifi-Verstärkern, der höheren Preisklasse aus, welche kein Digital-Zeugs besitzen ?(...)
Frag´ am besten in etwa 15 - 20 Jahren nochmal nach... :wink: Wenn es sich um ein hochpreisiges Röhrengerät
handelt, könnte es durchaus sein, dass die Röhren dann noch "leben", auch möglicherweise alle verbauten Keramik-Kondis.
Auf alle anderen Bauteile würde ich keine Wette abschließen, auch und gerade nicht bei einem Transistorgerät.
Da kommt der Chemiker wieder in mir durch: Verwitterung ist eigentlich der kleinste Teilaspekt bei der "Abnutzung"!
Sämtliche Bauteile werden bei jeder Nutzung eines Gerätes mehr oder weniger von el. Strom durchflossen. Das hat zweierlei
zur Folge: Jedes Bauteil wird erwärmt (wenn teilweise auch nur minimal) und kühlt nach dem Abschalten wieder ab.
Kurzfristig eine minimale thermische Belastung aber langfristig nicht zu unterschätzen! Das ist der physikalische Aspekt.
Der (elektro)chemische Aspekt ist: Jede Substanz die von einem el. Strom durchflossen wird (außer fast allen Metallen)
unterliegt einer chemischen Veränderung. Die sind auch hier kurzfristig nur minimal, aber nach 20 Jahren, oder wie oben
sogar weit länger, wird dies seine Wirkung zeigen! Aufgrund der chemischen Veränderung der im Bauteil enthaltenen
Substanzen nehmen die Bauteile langfristig ganz andere Werte an, als die, die ursprünglich vorgesehen waren/sind.
Die Folge ist günstigstenfalls eine Veränderung des vorgesehenen Gebrauchs des Gerätes, i.d.R. aber hat die chemische
Veränderung zur Folge, dass eben alle anderen auch weniger empfindlichen Bauteile in Mitleidenschaft gezogen werden.
Aus die Maus!!
Und sitzen da noch empfindliche Halbleiter mit drin... Keine Chance!!
Resümee: Solltest Du ein hochpreisiges Röhrengerät Dein Eigen nennen, kannst Du wahrscheinlich noch locker 15 - 20 Jahre
damit auf fast Volllast "rumwummern". Bei einem leistungsgleichen Transistorgerät höchstens 6 - 8 Jahre.
...Würde ich mal schätzen, ist aber eher optimistisch... Hängen halt zu viele unbekannte Faktoren mit dran.
dussel07 hat geschrieben:(...) Meine Hand ist eigentlich immer da wo's dunkel ist :D (...)
Hey, wollten wir nicht nur unpolitisch bleiben, sondern auch jugendfrei :mrgreen: ?

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Re: HF Prüfgenerator

Beitragvon alterhase » 07.09.2016, 14:42

...Solltest Du ein hochpreisiges Röhrengerät Dein Eigen nennen, kannst Du wahrscheinlich noch locker 15 - 20 Jahre
damit auf fast Volllast "rumwummern". Bei einem leistungsgleichen Transistorgerät höchstens 6 - 8 Jahre. ...


Was du da schreibst, fällt unter Meinungsfreiheit. :roll:

Edit:
Röhren ziehen Luft und die Kathodenbeschichtung lässt in ihrer Wirkung nach ...die Röhre wird "taub"

zB.:
Einer E83CC Verstärkerröhre, (= eine ECC83 in Spezialqualität) die gerne als Phasenumkehrstufe eingesetzt wurde, gab man lt. Datenblatt eine Lebensdauer von 10 000 h

Die Kenngröße FIT (Failure in Time) gibt die Anzahl an Ausfällen in 1 000 000 000 Betriebsstunden an und beträgt bei einem Bipolartransistor etwa 3 die E83CC hätte demnach eine Ausfallswahrscheinlichkeit von 100 000.

In "meiner" Firma gab es eine ganze Abteilung "Messdienst" die damit beschäftigt war, zyklisch Röhren zu tauschen und die Geräte danach wieder einzumessen um so Sendungsausfällen vorzubeugen.
Diese Aufgabe ist mit Umstellung auf Germanium- und später Siliziumtransistoren komplett weggefallen. ...der Name der Abteilung ist lange Zeit geblieben. ...und die wenigsten wussten den Grund.
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