Alternative Speichermedien

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Alternative Speichermedien

Beitragvon Woody » 02.04.2016, 00:27

:D Hallo!
Nach dem völligen Zusammenbruch meines "hauseigenen Informationssystems" war ich damit
beschäftigt Daten wieder herzustellen- bzw. zu finden. Ist mir nur leidlich gelungen :(
Allerdings gibt es ganz offenbar doch noch Speichermedien, an die heute offenbar besonders jüngere
Leute nicht so recht erinnert werden wollen. Bei diesem Speichermedium handelt es sich um
handschriftliche Aufzeichnungen und um Bücher. Habe zwar gehört, dass momentan der Trend klar
zum "Zweitbuch" läuft, habe da aber meine eigenen Erfahrungen gemacht.
Z.B. dass man bei Büchern nicht wischen kann, sondern blättern muss...obwohl wischen geht auch,
führt aber zu nix... :mrgreen:
Und dann hat mich ein "Engel" angerufen: Mein Antiquariatsbuchhändler!
"Hey Woody, hab´ was für dich... Ooooh jaaaa, that´s it:
CMOS Trilogie.jpg
Jetzt muss ich nur in Ruhe alles durcharbeiten. Wird eine Weile dauern, bei 1-2 KB pro Seite :wink:
So macht "theoretische" Elektronik wieder Spaß!

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Re: Alternative Speichermedien

Beitragvon dussel07 » 02.04.2016, 19:19

Das sieht ja nach einem echten Glücksgriff aus!
Manchmal stelle ich mir vor das das Internet nicht mehr geht - ist voll gruselig!
Ich habe mir angewöhnt nicht mal mehr Datenblätter zu speichern, sind ja jederzeit abrufbereit - auweia! :!:
Anders herum habe ich auch so zwei drei Schätze auf Papier - wenn das Thema passt bin ich gern bereit auch mal nen Fuffi hin zu blättern.
Vorteil des gedruckten Wortes - man kann es neben den Bildschirm legen und vergrößert so die visuelle Input Fläche.
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Re: Alternative Speichermedien

Beitragvon Woody » 03.04.2016, 10:35

:D
dussel07 hat geschrieben:...Vorteil des gedruckten Wortes - man kann es neben den Bildschirm legen und vergrößert so die visuelle Input Fläche....
Hat noch einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: Es ist in der Öko-Bilanz (außer bei den gefällten Bäumen für´s Papier :wink: ) absolut nachhaltig!
Es verbraucht keinen Strom, und es braucht keine Lesegeräte (außer meiner Lesebrille), deren Elektronik in ein paar Jahr(zehnt)en zu vielen internationalen
Krisen führen wird, allein um an die Rohstoffe (besonders "Seltene Erden") heran zu kommen.
Aber in erster Linie: Mir persönlich bereitet ein gedrucktes Buch mehr Freude, als jedes E-Book. Vielleicht ist es ja ein bisschen sentimental, aber ich werde
auf die Tonnen von Papier, die sich bei mir aufgetürmt haben jetzt doch nicht verzichten! Wollte ja erst "ausmisten"...

Übrigens: nach dem total Systemausfall bei mir werden Datenblätter von IC´s & Co nicht mehr nur lokal gespeichert, sondern auch auf USB-Stick, und
für mich am wichtigsten: auf Papier :wink: Will mich so gut es geht nicht an´s Internet binden müssen, aber das ist mittlerweile natürlich nicht zu
umgehen. Ein fehlender Internet-Zugang bereitet mir auch immer Magengrummeln... Wie komme ich denn dann in´s Elektronikerforum??? :mrgreen:


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Re: Alternative Speichermedien

Beitragvon Tim Sasdrich » 03.04.2016, 16:44

Ja, manchmal ist es toll, eine Sicherung zu haben. Mir wurde vorletzte Woche das Smartphone in der Hosentasche warm und ging danach nicht mehr. Wollte eigentlich die freien Tage an Ostern nutzen, um alle Daten zu sichern und es mal neu aufzusetzen, weil es nicht mehr perfekt lief. Aber so... Auf den Speicher habe ich keinerlei Zugriff mehr. Kurz davor eine Wanderung zur Linachtalsperre gemacht und viele Bilder geschossen. Wie ich feststellte, hatte ich die Kamera wohl mal auf "Internen Speicher" statt "SD-Karte" gestellt, sodass ich dachte, ich hätte die Bilder verloren. Aber immerhin: Ich hatte wohl mal einen Upload-Task geschrieben, der jede Nacht ein Backup der Bilder auf den NAS machte, und das hatte noch funktioniert. Die Bilder und Videos habe ich noch bekommen. Einige Apps haben ihre Daten wohl in der Cloud gespeichert, so bekam ich auch das wieder. Aber meine aufwändig programmierten Scripts sind alle weg, deren Backup ging verloren. Naja, werde ich wohl neu machen müssen.
Für die Übergangszeit, bis ich ein neues Smartphone kaufte (bzw. leider ein gebrauchtes, was sich als Rauchergerät mit Dreck auf der Kameralinse herausstellte) hatte ich ein kleines Smartphone, das ich mir mal als Backup-Gerät für den Notfall holte (gebrauchtes Android 4 Gerät für 10 €). da viel mir erst auf, wie oft ich das Smartphone heute verwende und was man damit alles machen kann.
Wenn mal der Hausanschluss ausfällt, ist dies wohl noch kein so großes Problem, da gibt es günstige SIM-Karten, mit denen man auch so ins Internet kommt. Aber bei einem (regionalen) Totalausfall wird es wohl schwierig. Kartenzahlung geht nicht mehr. An Bargeld kommen, wenn plötzlich alle Bargeld wollen und die Automaten nicht prüfen können, ob Geld auf dem Konto ist, wird auch schwer. Man muss wohl an den Schalter gehen, zumindest vom Sparbuch sollte man Geld bekommen, aber am Schalter stehen alle an und der Geldvorrat der Bank ist auch begrenzt (wird aber dann vermutlich aufgestockt werden). Viele werden vermutlich nicht mehr zahlen und sich einfach so holen, was sie brauchen, viele Alarmanlagen laufen heute ja eh über das Internet.

Ein anderes Problem werden wohl Geräte sein, die auf Internet angewiesen sind. Früher hatte ich alle Datenblätter und Formeln ausgedruckt und rechnete mit dem Taschenrechner. Später hatte ich einen eigenen PC und installierte diesem alle nötigen Tools und speicherte mit Kopien von Webseiten auf der Festplatte. Heute habe ich nicht mal mehr MS Office auf dem PC, weil es mir einfach zu teuer ist und mir die Gratis-Onlinedienste meist ausreichen. Drucker und Scanner habe ich zwar noch, aber Treiber dafür gibt es nicht mehr für die neueren Betriebssysteme. Und von den wenigen übrigen Programmen wollen einige dann gerne noch regelmäßig online die Gültigkeit ihrer Lizenz überprüfen und verabschieden sich sonst auch.

Und Kontakt ohne Internet wird auch schwer. Ein Telefonbuch/Adressbuch oder auch nur so eine Liste mit den Adressen meiner Freunde habe ich auch nicht mehr. Sind ja alle über das Internet wunderbar erreichbar.

Ja, die Vorstellung an eine Welt ohne Internet ist heute gruselig. Und wenn man dann noch weiter zurück denkt...
Es gab eine Zeit ohne Telefon. Man konnte manuell via einfachen Leitungen mit Morsecode Telegramme versenden.
Es gab eine Zeit, da schrieb man Briefe. Diese wurden nicht geflogen. Sie waren auch nicht mit der Eisenbahn unterwegs, sondern gingen per Kutsche und Schiff auf den Weg.
Und wenn man mal an eine Zeit denkt, ohne TV, ohne Radio, ohne Zeitung, ohne Stromanschluss, ohne Buchdruck, ... Nur die Gelehrten konnten lesen. Auch da haben die Leute überlebt. Aber man könnte wohl schlecht von einem Tag auf den anderen zurück in diese Zeit. Aber auch umgekehrt geht es wohl schlecht. Wenn man heute plötzlich eine solche Masse an Leuten hätte, die nicht lesen könnten, nicht programmieren usw., wäre das auch schwierig.

Man muss halt hoffen, dass die Technik nicht ausfällt und hat im Idealfall noch ein paar Backups/Backupsysteme zur Verfügung.
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Re: Alternative Speichermedien

Beitragvon Woody » 05.04.2016, 17:09

:D
Tim Sasdrich hat geschrieben:(...) Und Kontakt ohne Internet wird auch schwer (...)
Äh, öh, versuch´s doch mal mit einem stinknormalen Festnetztelefon
um Deine Angebetete zu erreichen. Soll noch Leute geben, die so etwas haben...
Tim Sasdrich hat geschrieben:(...) Es gab eine Zeit, da schrieb man Briefe. Diese wurden nicht geflogen (...).
Nach 1918 wurde in den USA offiziell die Luftpost eingeführt, weil die ganzen Flieger aus dem ersten Weltkrieg einen
Job brauchten.
Auch heute werden noch gelegentlich Briefe geschrieben: Habe z.B. noch nie eine Mahnung, Rechnung oder einen behördlichen
Bescheid auf einem anderen Weg erhalten. Und ehrlich gesagt ist es auch gut so. Wenn nämlich Maschine kaputt, ich nix mehr haben Beweis.
(sofern ich nicht alles doppelt und dreifach abgespeichert habe...)
Tim Sasdrich hat geschrieben:(...) Nur die Gelehrten konnten lesen (...)
Bis in´s Mittelalter brauchst Du gar nicht zurück gehen, noch Anfang des 19. Jahrhunderts
lag der Anteil an Analphabeten weit über 80%.
Übrigens: Meine Freunde erreiche ich bequem über´s Festnetz! Und gelegentlich schreibe ich sogar noch Briefe, allerdings -je nach Anlass-
tippe ich sie auf dem PC ein und drucke sie aus, weil meine Klaue wirklich nur Insider dechiffrieren können :wink:

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Re: Alternative Speichermedien

Beitragvon Tim Sasdrich » 05.04.2016, 18:43

Festnetz habe ich, nutze ich aber fast nie. Eigentlich nur, wenn der Gesprächspartner schlecht über das Internet erreichbar ist/ich diese Kontaktinformationen nicht habe oder man etwas zu besprechen hat und Chat vom Tippen her zu aufwändig wäre. Meine Mutter nutzt das Telefon aber mehrfach täglich, auch wenn es nur ein Anruf bei der Nachbarin ist, ob sie auf nen Kaffee rüber kommt.
Die Handynummer habe ich von manchen Freunden/Bekannten quasi zwangsweise bekommen, weil WhatsApp nunmal an die Nummer gebunden ist. Bei anderen, die ich über andere Dienste Kontaktiere, habe ich nur den Nutzernamen. Wenn ich schon einmal bei ihnen war, weiß ich zwar, wo sie wohnen, aber die Adresse, um einen Brief dort hin zu schicken, habe ich nicht. Könnte ich mit Online-Kartendiensten herausfinden. Aber, die sind eben online...

Amtliches habe ich auch lieber per Post auf Papier, muss man zwar abheften, aber ein Systemausfall/Virus/... kann es nicht zerstören und ein Hacker bekommt keinen Zugriff darauf.

Per Post habe ich noch nie handschriftliche Briefe verschickt, da meine Schrift auch nicht schön ist. Nur vielleicht ab und an mal eine Postkarte aus dem Urlaub an die Oma oder so, aber da passt ja auch nicht viel drauf.
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Re: Alternative Speichermedien

Beitragvon Heiko » 07.04.2016, 10:48

Ich nutze Beides, eine Papierversion und auch die digitalisierte Version.
Natürlich nicht immer bei allen Sachen, manche Sachen habe ich nur als Papierversion, manche nur als digitale Version.

Früher hatte ich mal sehr viel Fotografiert und ich habe noch eine große Kiste voll mit Negativen. Ich kaufte mir damals zwar auch einen sehr guten Scanner (mit Durchlichteinsatz für das Digitalisieren von Negativen) und ich digitalisierte auch fast alle Filme, aber die Originalnegative behielt ich trotzdem. Zur Sicherheit.
Die digitalisierten Bilder brannte ich damals massenhaft auf CD und später auf DVD und die allermeisten Datenträger sind auch jetzt, also nach 10 Jahren noch lesbar. Aber einzelne CDs sind doch leider nicht mehr lesbar und so werde ich mir wohl bei einzelnen Negativen die Arbeit machen und diese noch einmal digitalisieren.

Manche alten Aufnahmen sind mir einfach zu wichtig und wertvoll.

Ich habe es aber auch schon erlebt, das eine externe Festplatte plötzlich nicht mehr lesbar war. Ich ging in einen Computerladen und dort brachte man die Sache wieder in Ordnung. :D

Früher arbeitete ich mit 500GB Festplatte zur Datensicherung, weil ich aber auch von den Festplatte Sicherungen mache, werden es immer mehr Festplatten und ich überlege mir als neue Datenträger 2 TB Festplatten zuzulegen. Ist schon irre, 2 Terrabyte. 1986 bekam ich auf Arbeit eine Diskette geschenkt, die hatte 80 kB ... :shock: :D
Wenn Du mal nicht weißt was Du tun sollst, frage Dein offenes Herz. Es ist der beste Ratgeber den es gibt.
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Re: Alternative Speichermedien

Beitragvon Woody » 08.04.2016, 08:06

:D
Heiko hat geschrieben:(...) Ist schon irre, 2 Terrabyte. 1986 bekam ich auf Arbeit eine Diskette geschenkt, die hatte 80 kB ... :shock: :D (...)
Ich finde es bemerkenswert, dass Du in dieser Zeit überhaupt schon einen Computer hattest.
Soweit ich weiß, hatten nur ganz Privilegierte in der damaligen DDR Zugriff auf "Hochtechnologie" seinerzeit... (?)
Egal!
Ich konnte damals (mit etwas Glück und Beziehungen) einen PC (aufgemotzten Commodore PC-1):
cbm_pc1.jpg
günstig erwerben.
Immerhin hatte der, anders als auf dem Bild, schon zwei 5 1/4"-Diskettenlaufwerke und eine unglaubliche Festplatte von 10 MB. Ich weiß nicht wie,
hat mir ein Freund damals reingefriemelt :wink:
Die (wirklich kleine) Kiste hat tatsächlich unglaubliche 4.77 MHz und 3 Jahre lang ihren Dienst getan (ohne, wie heute, zu mucken)! Computerviren waren
noch ein untergeordnetes, wenn auch schon vorhandenes Thema.
Ein Absturz war nicht weiter beunruhigend, solange die Hardware in Ordnung war; Einfach Platte neu Systemformatieren (Wer kennt den Befehl nicht (?))
Systemdiskette rein (DOS 3.2) "Format C: /s" :wink: noch ein bisschen an der "autoexec.bat" und "config.sys" schrauben und alles war wieder gut
Geht heutzutage gar nicht mehr! Keiner weiß mehr wirklich, ob und wie wir unsere PC´s unter die eigene Kontrolle bekommen.
Die Kisten machen, was sie wollen... bzw. was Microkotz will. Oder die NSA oder was weiß ich nicht wer noch alles sonst.
Wen wundert es, wenn man sich da "die guten alten Zeiten" zurück wünscht, in denen der PC das gemacht hat was man selbst will und nicht
umgekehrt :roll:
Leider kann man sich heutzutage den "Diensten" (auch nicht als "Facebook-Verweigerer") des Internets nicht entziehen. Ich nutze sie ja just
in diesem Moment auch selbst...
Aber ich habe meinen Laptop komplett vom Internet unabhängig gemacht. Der darf gar nicht mehr ins Netz!
Keine Viren, keine bekloppten Updates, sondern echte Privatsphäre! Funktioniert!
Und dann sind da noch meine "alternativen Datenträger". Funktioniert auch, auch wenn man blättern muss und nicht "wischen" kann.
Aber ich bin kein Technologie-Verweigerer, habe mir kürzlich ein Senioren-Handy gekauft, weil meine Arme zu kurz zum Lesen geworden
sind :mrgreen: (natürlich Simlock-free). Und siehe da, ich kann alles machen, was man mit diesem schwachsinnigen Smartphone-Wahn
auch machen kann. Sogar mit jemanden telefonieren, also richtig sprechen, wie man das früher mal gemacht hat (ein paar Spielchen sind
auch drauf :wink: ).
Und siehe da: Jeder Mensch mit dem man persönlich spricht, ist am Ende eine "Schublade" weniger...

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Re: Alternative Speichermedien

Beitragvon Heiko » 18.04.2016, 20:44

Der von mir genannte PC war der PC 1715 und der stand in einem Büro meines Ausbildungsbetriebes und er war Teil meiner Lehrausbildung. Einen privaten Computer hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. In Deinem Zitat von mir stand ja auch klar drin" auf Arbeit". Privat wäre ein PC in der aus DDR-Propduktion gar nicht denkbar, die wenigen Exemplare wurden an nur an Betriebe ausgeliefert.
Den bekam ich erst ein Jahr später von meinem Onkel geschenkt, der lebte aber in der freien westlichen Welt. :D
Ich hatte einen einfachen Atari mit Datasette bekommen und freute mich darüber sehr. Das praktisch 3 Jahre später die Mauer fallen würde und all diese Dinge, von denen DDR´ler damals nur träumen konnten, in Erfüllung gingen, dass ahnte damals natürlich keiner. Vor allem in dieser Radikalität und Geschwindigkeit ... . Nun ja. :D

Natürlich hatte der brachial eingezogenen Kapitalismus auch Nachteile (Arbeitslosigkeit, was bisher in der DDR ja ein völlige Fremdwort war), aber insgesamt überwogen schon deutlich die Vorteile. Besonders für clevere, fleißig und agile Zeitgenossen. Ich machte die Wende damals an der Uni mit und es war schon interessant wie sich plötzlich so vieles änderte.
Wenn man gewußt hätte das die 90er Jahre ein Superjahrzehnt der Börsen werden, besonders ab 1997, dann wäre man im Jahr 2000 (wenn man ab Mai alles verkauft hätte) Multimillionär. Nun ja. Hinterher weiß man eh vieles besser. :D

PS: Mir fiel noch ein, dass damals in der DDR der Begriff CAD/CAM sehr gerne benutzt wurde, die SED legte auf Schlüsseltechnoogien sehr großen Wert. Eine sehr kluge und weise Entscheidung, aber leider fast die einzigste wirklich kluge Entscheidung dieser Partei. :mrgreen: Die DDR wollte ca. 150.000 (!!) CAD/CAM Stationen errichten, eine total irrwitzige Zahl. So viele Industrieroboter gab es zusammen nicht mal in den ganzen USA, Japan und Westdeutschland zusammen genommen. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Klar, wenn man jeden besseren Taschenrechner zur CAD/CAM Station aufwertet, dann kommt man auf solche irrwitzen Zahlen. Hier scheint jedes System seine eigenen Spinnereien zu haben. Adolf glaubte 1944 allen Ernstes noch an den Endsieg, Erich glaubte 1988 noch das die Mauer in 100 Jahren noch steht und heute glauben gewisse Leute an die Integrierbarkeit von Millionen von Moslimen. :mrgreen:

Beschäftigen wir uns lieber mit Elektronik. Die wird es sicher noch in 100 Jahren geben und Milliarden Menschen das Leben erleichtern. Und diese ist auch berechenbar, ehrlich und logisch.
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Re: Alternative Speichermedien

Beitragvon dussel07 » 19.04.2016, 10:30

"Beschäftigen wir uns lieber mit Elektronik. Die wird es sicher noch in 100 Jahren geben und Milliarden Menschen das Leben erleichtern. Und diese ist auch berechenbar, ehrlich und logisch."

Schönes Schlusswort! Find ich gut!!

Wenn man dann noch mal hundert Jahre in die Zukunft geht hat die Elektronik die Macht übernommen und die letzten drei Menschen sind Anschauungsobjekt für herranwachsende KIs :mrgreen:
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Re: Alternative Speichermedien

Beitragvon Mathias » 19.04.2016, 16:42

Beschäftigen wir uns lieber mit Elektronik. Die wird es sicher noch in 100 Jahren geben und Milliarden Menschen das Leben erleichtern

Wen sich die Menschheit bis dahin nicht selbst zerstört.

Dies war übrigens mein erster PC:

Bild
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Re: Alternative Speichermedien

Beitragvon Chef » 19.04.2016, 17:06

Mein erstes Mal mit ... (Programmieren natürlich ;-) ):
CPC464-2.JPG
CPC464-2.JPG (18.33 KiB) 4870-mal betrachtet

Chef :D
Wenn es die Elektronik nicht gäbe, müsste man sie erfinden.
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Re: Alternative Speichermedien

Beitragvon alterhase » 19.04.2016, 19:36

dussel07 hat geschrieben:...die letzten drei Menschen sind Anschauungsobjekt für herranwachsende KIs ...
Du musst sehr viel Vertrauen in KI haben, dass du annimmst, sie könne aus den Fehlern der Vorgänger lernen.
Wiki hat geschrieben:...Im Allgemeinen bezeichnet „künstliche Intelligenz“ oder „KI“ den Versuch, eine menschenähnliche Intelligenz nachzubilden, d. h., einen Computer zu bauen oder so zu programmieren, dass dieser eigenständig Probleme bearbeiten kann. Oftmals wird damit aber auch eine effektvoll nachgeahmte, vorgetäuschte Intelligenz bezeichnet, insbesondere bei Computerspielen, die durch meist einfache Algorithmen ein intelligentes Verhalten simulieren soll. ...
...das heißt: Sie macht Fehler und gibt anderen die Schuld. :mrgreen:

Meine Computerkarriere:
Ti 57, NEC TK80, ZX81, ZX Spectrum, Aries 286 (12MHz 3½" FDD 20 MB-HDD. Tseng lab. Grafikkarte EGA-CGA-Herkules kompatibel) ...und danach dutzende Andere mit denen meine Kreativität nurmehr halb so groß war wie mit dem 286er. ...darauf lief AutoCAD 5.1de, Lotus 123, dBase3+, Wordstar, Borlands TB, und "sprach"via RS232 mit Benson Plotter, ZX-Spectrum, Casio FP200, Psion-II, -3a und -5. mit dem Psion 5 und einem Ericson SH888 machte ich meine ersten Internet Erfahrungen. 8) ...war echt ne geile Zeit. :D
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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Re: Alternative Speichermedien

Beitragvon Woody » 20.04.2016, 16:14

:D
Ich kann´s nicht lassen:
Heiko hat geschrieben:(...) insgesamt überwogen schon deutlich die Vorteile. Besonders für clevere, fleißig und agile Zeitgenossen(...)
...Vor allem für die bis dahin linientreuen Zeitgenossen... 8) Die "Vorteile" haben wohl die Systemkritiker, die jahrelang in den Stasi-Gefängnissen
dahin vegetieren mussten nicht so richtig erkannt, oder waren nicht clever, fleißig und/oder agil genug... :roll:
alterhase hat geschrieben:...das heißt: Sie macht Fehler und gibt anderen die Schuld. :mrgreen:
Jepp, ist wie in jeder anderen menschlichen Beziehung auch :mrgreen:
Es gibt nur einen deutlichen Unterschied: Mit den scheiß Dingern kann man nicht streiten und sich hinterher wieder versöhnen... :wink:
Man kann sie nur ausschalten (was in einer Beziehung auch manchmal wünschenswert wäre, aber.... na ja :mrgreen: )!!!
Für mich überwiegen aber klar die Vorteile echter Intelligenz! Darum halte ich mich auch so gut es geht von den sog. "sozialen Medien" fern :idea: :!:

(... sollte ich beim Elektronikerforum manchmal auch tun aber ihr kennt mich ja...)

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Re: Alternative Speichermedien

Beitragvon alterhase » 20.04.2016, 19:21

Forderung an User Heiko und Woody: Macht eure weltanschaulichen Differenzen auf privater Ebene aus. Danke!
Bitte an User Woody: Nimms locker. ...auch andere Mütter haben blöde Kinder. ...musst nicht immer auf andere hinspucken.
Bitte an User Woody und Heiko: Bitte bringt euch mit Elektronik, elektronischen Fragen oder praktischen Ergebnissen ein. ...das ist der Sinn dieses Forums.
...Ok, man kann auch ein wenig abschweifen, aber NUR Abschweifen iss doch ein bissi zu viel. ... verstanden? ok? Danke!
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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