Musik-Lauflicht mit mehr LEDs

Probleme mit bestimmten Schaltungen von meiner Seite?

Moderator: Tim Sasdrich

Re: Musik-Lauflicht mit mehr LEDs

Beitragvon alterhase » 26.07.2015, 21:24

Die weiße Umhüllung ist Keramik und die Sicherung ist mit Quarzsand gefüllt. Nur so kann sie einen Kurzschlussstrom von min. 1500A unterbrechen ohne dass es zu einer Lichtbogenbildung kommt.

Die normale Glasrohrsicherung kann nur etwa 100A. (10facher Nennstrom) Wenn der Kurzschlussstrom höher ist, ein Akku schafft das locker, kann sich ein Lichtbogen bilden, das Glasrohr schmilzt, die Platine kokelt, und deine Messleitungen ebenfalls.

Naja die billigsdorfer Cina 0,5mm² Messtrippen begrenzen den Strom eh nur kann man sich nicht darauf verlassen. :mrgreen:

Der Murxelektroniker würde die Glasrohrsicherung einfach einsetzen und sein Leben fröhlich unterm Damoklesschwert verbringen. Der Profi bekommt bereits vom Gedanken daran Schweißausbrüche weil er den Lichtbogen schon riecht.

Hast du dir den Link über die Sicherungskennzeichnung wenigstens durchgelesen??
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Re: Musik-Lauflicht mit mehr LEDs

Beitragvon Callisto » 27.07.2015, 05:45

Ja hab ich gelesen. Also muss ich jetzt wieder schauen wie ich an die richtigen Sicherungen komme. :|
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Re: Musik-Lauflicht mit mehr LEDs

Beitragvon alterhase » 27.07.2015, 07:29

Kein Problem, gibts beide bei Reichelt.
Art. Nr:
K-FLINK 10A
K-FLINK 0,25A
Am besten du nimmst je ein 10er Pack. :wink:

Überprüfe aber vorher nocheinmal die Daten und die Abmessungen.
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Re: Musik-Lauflicht mit mehr LEDs

Beitragvon Callisto » 29.07.2015, 16:30

Das ist gut. :)

Bin jetzt beim Musiklauflicht schon sehr weit gekommen, gestern war ein erster Testlauf, welcher ganz gut lief. Heute hab ich alles fest montiert und angeschlossen und plötzlich läuft es etwas merkwürdig zur Musik. :(

Hier hab ich mal ein Video zum Problem: https://www.dropbox.com/s/js7s60p886bnw ... 6.mov?dl=0

Die LED's ganz rechts leuchten ja alle gut und hell, jedoch sind weiter hinten lauter Ausfälle, einige leuchten nur sehr sehr schwach auf und andere wieder ganz hell. Das war gestern beim Testlauf eigentlich nicht so. Das aber jeder Ausgang funktioniert, zeigt das Video nach dem Übergang, dort läuft es wie ein Lauflicht und jede LED leuchtet, wie sie soll.

Alles was sich zu gestern geändert hat ist eigentlich, dass die Kabel zum Poti hin etwas länger geworden sind, weil ich den zentral am Tisch verbaut habe und das Lauflicht selber ja nen Stück davon entfernt ist. Ebenfalls wie beim Poti haben das Taktsignal und die Spannungsversorgung ein längeres Kabel bekommen.

Ist jetzt alles etwas blöd, weil es fest montiert ist und da sich jetzt nicht mehr sehr viel dran machen lässt, aber hat einer eine Ahnung wie man dieses Problem beheben kann?
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Re: Musik-Lauflicht mit mehr LEDs

Beitragvon alterhase » 29.07.2015, 20:16

Für mein Auge sieht es so aus, als ob die linken LEDs bereits schwächer leuchten würden. Das könnte an den Leitungswiderständen liegen. Du hast bestimmt sehr dünnen Draht genommen.

Info:
Weiters könnte, allerdings erst bei viel höheren Taktfrequenzen, auch die Leitungskapazität und die Induktivität eine Rolle spielen aber von dort bist du noch meilenweit entfernt.

Für mich läuft das ganze viel zu schnell. ...kann sein dass auch die Trägheit des Auges für unterschiedliche Farben verschieden ist. Ich hab darüber keine Daten.
Wie sieht die Sache aus, wenn du die LEDs im Sekundentakt weiterschaltest? (Signal von einem Blinki nehmen)

Du hast Leitungen verlängert. Weißt du eh, dass jedes Stück Leitung Störungen abgibt und auch einfängt. (Es wirkt wie eine Antenne)
Deshalb werden kritische Leitungen geschirmt ausgeführt. Das heißt mit leitendem Material umgeben dass seinerseits an GND liegt und so die Störungen ableitet. Die Takt und Potileitungen gehören, wenn sie länger sind, jedenfalls geschirmt.
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Re: Musik-Lauflicht mit mehr LEDs

Beitragvon Callisto » 30.07.2015, 06:45

Also wenn die LED's ganz langsam immer weiter schalten, ist von rechts nach links eigentlich immer die gleich Helligkeit vorhanden. Außer das halt die eine Farbe etwas heller ist, als die andere. Das liegt ja aber an der Lichtstörke der verschiedenen Farben.

Hier nochmal zu sehen, die Aufnahme ist jedoch nicht die beste, in echt läuft das eigentlich sehr gleichmäßig hell. https://www.dropbox.com/sh/s3msz2jr17ne ... F5K0a?dl=0

Irgendwie, so vermute ich stimmt auch etwas mit dem Komperstor, welcher den Takt verstärken soll nicht. Theoretisch müsste der ja ungefähr in die Mitte gedreht werden, doch es läuft auch wenn ich ihn ganz nach rechts oder links drehe. Wenn ich den 47K Poti hoch regle, bleibt es meistens gleich stehen, bei einem Ausgang. Wunderlich war auch, dass das Taktsignal einmal gar nicht angeschlossen war und es dennoch wild umher lief?! Ein ander mal war das wieder nicht so.

Das mit dem Kabel kann ich ja schlecht anders machen, wie soll ich sonst die LED's anschließen, aber ich hab schon auch nicht das dünnste genommen.

So nochmal abgeschirmtes Kabel hab ich nun leider nicht da, wäre das beim Taktkabel vielleicht sehr sinnvoll oder? Würde es helfen, wenn man Alufolie drum macht?
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Re: Musik-Lauflicht mit mehr LEDs

Beitragvon alterhase » 30.07.2015, 07:29

Stell bitte die Schaltung rein, wie es vor den 4017ern aussieht. Ich kann dir ja nicht über die Schulter sehen und will auch nicht nachlesen was ich dir geraten hab, zumal du vielleicht auch etwas anders verstanden haben könntest.
Die LEDs brauchst du nur andeuten.

Al-Folie rumwickeln bringt schon was, aber es steht sich nicht dafür.
Du hast mit schlafwandlerischer Sicherheit den kritischten Schaltungsteil am ungünstigsten aufgebaut. Audio In, Poti, und Komparator teil gehören zusammen. ...mit kurzen Leitungen verlötet und am besten in ein Metallgehäuse.
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Re: Musik-Lauflicht mit mehr LEDs

Beitragvon Callisto » 30.07.2015, 08:59

Also ich hab die ganze Schaltung aus 5 Teilen zusammen gebaut.

Angefangen mit der Takterzeugung, da hab ich drei Verschiedene Arten.

• Art 1:

:arrow: Bild 1

Das ist der Teil für das Musik Lauflicht, der Takt (Pfeil) geht dann zu dem Komperator hin. Dort wird das Taktsignal ja dann passend verstärkt.


• Art 2:

:arrow: Bild 2

Hier der Teil mit einer Mikrofonkapsel, der Takt geht ebenfalls zum Komperator hin.


• Art 3:

:arrow: Bild 3


Hiermit wird das Ganze zu einem Lauflicht, wo jede LED einzeln nach und nach anspringt. Die Schnelligkeit kann man über das Poti Regeln. Der Takt vom Pfeil geht hierbei dieses Mal direkt zum 4017.


• Verstärkung:

:arrow: Bild 4

Hier der Teil für die Verstärkung, des Taktsignals der Mikrofonkapsel und des Musiklauflichtes. Der Takt geht in den Audio Eingang, wo der 100nF Kondensator ist, rein. Der Ausgang ist dort am Pfeil wo "Takt" steht und führt dann zum 4017.


• 4017er:

:arrow: Bild 5

Hier sind nun dann die 4017er. In echt ist es auf 10 Stück erweitert. Dort am Pfeil wo Musik steht, gehen die drei Taktsignale rein. Die Ausgänge mit den lila Punkten, gehen jeweils zu einen Eingang, eines ULN 2803. der Ausgang dieses führt dann letztendlich zu den LED's. Das Plus der LED's ist dann verbunden und führt mit einem gemeinsamen Vorwiderstand zur Plusleitung hin.

Alle dargestellten Plus und Minusleitungen, führen zu einer Spannungsquelle zusammen. Damit nicht alle drei Taktmöglichkeiten, gleichzeitig aktiv sind, habe ich jeweils ein Schalter dazwischen gebaut und Stelle so einfach ein, welches Taktsignal den 4017 erreichen soll.

So das war's eigentlich, ich hoffe ich habe es verständlich erklärt, wie ich das ganze aufgebaut habe. :D

https://www.dropbox.com/sh/6tnr7998ilxx ... Eunda?dl=0
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Re: Musik-Lauflicht mit mehr LEDs

Beitragvon alterhase » 30.07.2015, 11:52

Da haben wir bereits das Missverständnis. Die Schaltung 4, (die mit dem Komparator) ersetzt die Schaltung 1 (die mit dem Transistor) Der Takterzeuger mit dem Komparator sollte so empfindlich eingestellt werden können, dass er auch mit Schaltung 2 (Die mit dem Mic) am Audio Eingang funktionieren müsste. Die ist leider ein Gif das ich nur in der Vorschau sehen konnte.

Damit die Bilder nicht verloren gehen, stell ich sie in den Thread
Schaltung1.PNG

Schaltung3.PNG
Schaltung4.PNG


Den Taktgenerator (Schaltung 3) solltest du wie ein Testgerät verwenden.
...der verdient eine eigene Stromversorgung Schalter, Anschlussbuchsen und ein Gehäuse. Einen Ausgangsspannungsteiler und einen Koppelkondensator noch und du hast einen einfachen Tongenerator :wink:
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Re: Musik-Lauflicht mit mehr LEDs

Beitragvon Callisto » 30.07.2015, 12:07

Heißt das, dass ich Schaltung 1 gar nicht benötige, sondern den Takt nur in den Komperator führen muss und den Ausgang an den Takteingang, des 4017 schließen muss?
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Re: Musik-Lauflicht mit mehr LEDs

Beitragvon alterhase » 30.07.2015, 12:13

Callisto hat geschrieben:Heißt das, dass ich Schaltung 1 gar nicht benötige, sondern den Takt nur in den Komperator führen muss und den Ausgang an den Takteingang, des 4017 schließen muss?
Genauso war es von mir vorgesehen.

:!: Nur noch eine Begriffsverwirrung aufklären:
...nicht den Takt sondern das Audiosignal

Der Takt kommt dann aus dem Komparatorausgang heraus an die 4017er

:!: INFO:
Schaltung 1 hat am Eingang einen Hochpass (C1, R1) und einen Koppelkondensator (C2) den Hochpass kannst du auch bei Schaltung 4 einsetzen wenn du willst. Koppelkondensator ist dann der C1 von Schaltung 4
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Re: Musik-Lauflicht mit mehr LEDs

Beitragvon Callisto » 30.07.2015, 12:17

Puh ok. Also das ist dann jetzt dumm gelaufen. :lol:

Mal schauen ob ich da noch irgendwie wieder was locker bekomme zum umlöten. :roll:
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Re: Musik-Lauflicht mit mehr LEDs

Beitragvon alterhase » 30.07.2015, 12:19

Wird schon klappen. 8)

...drum sage ich immer:
Ohne Verständnis für die Schaltung ist die ganze Löterei für die Katz.
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Re: Musik-Lauflicht mit mehr LEDs

Beitragvon Callisto » 30.07.2015, 15:15

Hab es jetzt geändert, es leuchtet jetzt jede LED, jedoch ist das ganze noch sehr wild, schnell und irgendwie auch sehr unhell. Also die LED's leuchten so schnell hin und her, dass sie irgendwie gar nicht die Zeit haben sich komplett zu erhellen, denn in der nächsten Minisekunde, gehen sie schon wieder an. :lol:

Kann man das irgendwie mit nem Kondensator noch verbessern oder so?
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Re: Musik-Lauflicht mit mehr LEDs

Beitragvon alterhase » 30.07.2015, 15:34

:idea: Du kannst durch vorsichtige Einstellung des Potis die Empfindlichkeit (Schaltschwelle des Komparators) so einstellen, dass nur Musikspitzen die LEDs zum Weiterschalten bewegen.

:!: Es muss natürlich auch eine Musik sein, die Rhythmus hat und kein Werk, das sich durch gleichmäßig durchgehende Lautheit auszeichnet.

:idea: Dann kannst du noch etwas mit Tiefpassfilter am Eingang machen, sodass die Bässe hervorgehoben werden.

:!: Wenn du längere ungeschirmte Leitungen für Audio verwendest, kann auch sein, dass Elektromagnetische Felder einstreuen und Schaltvorgänge bewirken. Die kannst du durch kleinere (< 10nF) Kondensatoren (Keramik) an den Komparatoreingängen gegen GND ausfiltern.

:?: Hüpfen die LEDs auch in den Musikpausen ??
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