Funktionsgenerator MG7000 Nachbau

Hier können Schaltungen/Schaltungslinks gepostet werden

Moderator: dussel07

Re: Funktionsgenerator MG7000 Nachbau

Beitragvon Pelle » 05.10.2017, 04:36

alterhase hat geschrieben:

Ist die Eingangsschaltung vom Zähler original (4093) oder gibts da Pullups Pulldowns oder sonstwas?
...
Wie hast du das Poti R21 geschalten?
Geht leider aus deinem Plan nicht hervor.


Die Eingangsschaltung ist original; mit dussel07' s Layout erstellt. (Die von mir bemerkten Veränderungen im Layout wurden umgesetzt.)
Das Poti (22k?) ersetzt die beiden Widerstände R20 und R21, der Mittelabgriff liegt als Pullup auf +9 V.

alterhase hat geschrieben:Edit:
Ich sehe gerade, der Zählerteil hat einen eigenen Trafo. Hast du die beiden GND (Zähler und Fugen) miteinander verbunden? ...das muss sein! du brauchst dann für den Zählereingang nur einen Umschalter der GND bleibt immer durchverbunden.
Achtung die beiden Betriebsspannungen könnten jetzt irgendwo falsch zusammenhängen. Das musst du dir genau ansehen. ...sonst Blizzel-schmor-stink.


Die beiden GND sind mit zugeschaltetem Zähler miteinander verbunden, wie im Teilschaltplan eingezeichnet. Schaltet man auf die externen Buchsen um, trenne ich diese Verbindung auf, da dann ja das "neue" Signal auch potentialgleich an den Frequenzmesser geschaltet werden muss. Ich habe jetzt testweise eine zweite Verbindung dazu angeklemmt, um sicherzustellen daß auch bei abgetrenntem Frequenzmesser der GND zwischen FG und Frequenzmesser bestehen bleibt. Es zeigt sich aber keine Veränderung.

DSCN1698.JPG
Signal von Pin 9 mit zugeschaltetem Frequenzmesser. Zweiter Kanal auf GND.
DSCN1699.JPG
Signal von Pin 9 mit abgeschaltetem Frequenzmesser. Zweiter Kanal auf GND.
Die Verzerrungen liegen an meiner Kamera, die Signale sind einwandfrei.

IIch habe Deine Tipps zum Umgang mit dem Oszi schon verinnerlicht. Der eigentliche Zweck des FG's, wie man sich erinnert, soll mir ja helfen den Umgang mit dem Oszi zu erlernen.
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Re: Funktionsgenerator MG7000 Nachbau

Beitragvon alterhase » 05.10.2017, 07:47

...Ich habe Deine Tipps zum Umgang mit dem Oszi schon verinnerlicht....
Schön für dich, aber warum so laut? ...kann sein, dass ich mich wiederhole. Vielleicht sinds für dich Selbstverständlichkeiten aber es gibt ja auch Mitleser. :)

Das mit dem Poti statt R20, R21 ...darüber müssen wir noch reden. ...da gibts ein Missverständnis.


Hast du das mit dem C und dem R im Zählereingang schon probiert?


Zu den Oszillogrammen an Pin 9:
Wir sind dicht dran den Fehler zu lokalisieren. ...dazu brauchts aber den Schaltplan vom Zählereingang. ich nehme an du hast die Vertikalablenkung auf 10V/Div stehen es wäre gut, wenn diese Minimalinformationen beim Bild dabei sind V/Div und s/Div

...Die Eingangsschaltung ist original; mit dussel07' s Layout erstellt. (Die von mir bemerkten Veränderungen im Layout wurden umgesetzt.) ...
Ich hab jetzt nicht die Zeit um danach zu suchen. Bitte um Schaltplan oder Link dorthin.

Du benötigst sowieso eine Dokumentation wie dein Fugen aufgebaut ist und du hast sicherlich die Unterlagen in Griffweite.

Ist es das?
Frequenzmessmodul.GIF
...dann ist der Fall klar.

Der XR-2206 Sync Ausgang ist ein open Collector Pin11 (synco) gegen Pin 12 (im Datenblatt mit GND bezeichnet) Dieser Pin 12 liegt in der ELV-Schaltung aber an -9V Ergo steht am Pin 11 entweder -9V (über Transistor) oder +9V (über Pulup) an, wie auch das Oszillogramm bestätigt. Diese -+9V gelangen auch an den Zähler.

Das Frequenzmessmodul hat eine Interne Versorgungsspannung von +5V und der Eingang des 4093 ICs ist intern im IC mit einem rel. niederohmigen Strombegrenzungswiderstand und jeweils einer Diode gegen VDD und GND gesichert.
das bedeutet:
kommen die +9V an den Zähler wird die VDD-seitige Schutzdiode leitend und schliesst kurz (wie auch das Oszillogramm bestätigt)
kommen die -9V an den Zähler wird die GND-seitige Schutzdiode leitend und schliesst kurz. (wie auch das Oszillogramm bestätigt)
Damit funktioniert natürlich die FSK-Umschaltung die durch Pin 9 gesteuert wird nichtmehr. 8) (wie auch das Oszillogramm bestätigt)
Was aber noch schlimmer ist, ist, dass der Transistor im XR 2206 die -9V Schiene gegen GND bei angeschalteten Zähler periodisch beinahe (Strombegrenzung im 4093) kurzschließt.

Abhilfe:
Eingangsschaltung Zähler.PNG


oder einfach einen 10k Widerstand knapp am Eingangspin des 4093 setzen und die interne Schutzschaltung des 4093 ihre Arbeit machen lassen.
Fehler und Abhilfe.GIF
Fehler und Abhilfe.GIF (4.73 KiB) 570-mal betrachtet


Warum der Eingangs-Schutzwiderstand nicht schon vorgesehen ist, weiß nur der Chef :twisted:


Warum der Sägezahn kein richtiger Sägezahn ist, weiß nur ELV? ...aber den "Hund" finden wir auch noch heraus :mrgreen:

Achtung! habe nachträglich noch Korrekturen vorgenommen.
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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Re: Funktionsgenerator MG7000 Nachbau

Beitragvon Pelle » 05.10.2017, 12:59

Zitat:
...Ich habe Deine Tipps zum Umgang mit dem Oszi schon verinnerlicht....
Schön für dich, aber warum so laut? ...kann sein, dass ich mich wiederhole. Vielleicht sinds für dich Selbstverständlichkeiten aber es gibt ja auch Mitleser. :)


Oje, da hast Du mich mißverstanden, hätte es vielleicht anders schreiben sollen.
Ganz im Gegenteil: ich wollte niemanden anbrüllen, sondern meine Freude zum Ausdruck bringen über die vielen neuen Dinge, die ich so von Dir lerne. :D :D :D Das ist viel effektiver, weil gleich Korrekturen erfolgen, die ich beim Selbststudium nicht bekomme; außerdem macht es auch viel mehr Spaß! Danke,danke, danke!

Das mit dem Poti statt R20, R21 ...darüber müssen wir noch reden. ...da gibts ein Missverständnis.


Hast du das mit dem C und dem R im Zählereingang schon probiert?
Machen wir morgen oder danach, denn heute habe ich leider nicht mehr so viel Zeit; außerdem stürmt es hier gewaltig.

Zu den Oszillogrammen an Pin 9:
Wir sind dicht dran den Fehler zu lokalisieren. ...dazu brauchts aber den Schaltplan vom Zählereingang. ich nehme an du hast die Vertikalablenkung auf 10V/Div stehen es wäre gut, wenn diese Minimalinformationen beim Bild dabei sind V/Div und s/Div
Nehm ich mir zu Herzen,denn sonst sind die Messdaten nur halb so viel wert. Ausserdem versuch ich noch mal für die Zukunft eine bessere Kameraeinstellung zu finden.


Mit dem gemeinsamem Ground der beiden Stromversorgungstrafos hätte ich noch mal eine Frage:
FG7000Stromversorgung.JPG

Ist durch diese Zusammenschaltung nicht sowieso schon ein gemeinsamer Ground gegeben?


Den Rest Deiner Analyse und Schlussfolgerungen muss ich mir erst einmal anschauen und verstehen. :oops: :?:
Schreibe morgen dazu...
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Re: Funktionsgenerator MG7000 Nachbau

Beitragvon topas » 05.10.2017, 17:25

Pssssssst!
:D
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Re: Funktionsgenerator MG7000 Nachbau

Beitragvon Pelle » 06.10.2017, 07:51

Volltreffer, alterhase. Blendend analysiert. Es scheint tatsächlich mit dem Pullup; bzw. gegen -9 V schalten des Pin 12 zu tun zu haben. Der Frequenzmesser reagiert hier genau, wie Du sagtest. Habe nun, wie Du schriebst, einen 10 k? Widerstand im Eingang des Frequenzmessers vorgeschaltet. Folgende Fotos sind entstanden:
Beachte: Der Messeingang des Oszilloskops ist Kanal 2!!
DSCN1708.JPG
Frequenzeinstellung unverändert. Einstellung Sägezahn
Der Frequenzmesser zeigt jetzt allerdings: (Die Einstellungen am FG sind unverändert gegenüber gestern)
DSCN1706.JPG
Im Hintergrund am Frequenzmesser den vorgeschalteten 10 k? Widerstand
Daher habe ich einmal auf Dreieck umgeschaltet:
DSCN1710.JPG
DSCN1711.JPG
Auch bei den anderen Wellenformen, die einwandfrei dargestellt werden,(bei Sinus ist etwas abgeschnitten, kann aber neu justiert werden) bleibt die Anzeige bei ca. 500 Hz.
Hiernach habe ich noch die Vorschaltung vom Chef ausprobiert.
Es ist jedoch keine Veränderung gegenüber dem reinen 10 k? Widerstand zu erkennen. Die im 4093 integrierte Schutzschaltung funktioniert scheinbar zuverlässig.
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Re: Funktionsgenerator MG7000 Nachbau

Beitragvon alterhase » 06.10.2017, 11:29

zur Auffrischung aus dem Datenblatt:
Fig.13 FSK-Generator.PNG
Ramp Generator.PNG
Ramp Generator TXT.PNG


Bei allen Kurvenformen mit Ausnahme des Sägezahns liegt der Pin 9 über R21 an +9V und Pin 7 (TR1) 4,7k ist aktiv. Im Oszillogramm sehen wir einen Dreieck mit einer Steig- / Fallzeit von etwa 1ms was einer Periodendauer von 2ms = 500Hz entspricht.

Beim "Sägezahn" ist die Steig- plus Fallzeit etwa 3mal so lang, was einer Periodendauer von 6 ms = 166Hz entspricht. Der Zähler sagt aber 335Hz etwa das Doppelte. Da stimmt was nicht! :roll: ...ich misstraue da dem Zähler weil der Timingwiderstand TR2 etwa das 3fache des TR2 entspricht.

Ich vermute: dass am Pin 9 die FSK Schaltschwelle von 1V bzw. 2V über V- (Pin12) nicht erreicht wird. ansonsten müsste die Steigzeit eine wesentlich andere als die Fallzeit 1:3 oder 3:1 (je nach dem) sein

Stelle einmal in Stellung Sägezahn den Signalverlauf an Pin 9 dar und am 2. Kanal die -9V bei 5V/Div mit GND für beide CH in der Mitte d Bildschirms.
Anleitung:
Beide CH auf 5V/Div stellen, Kopplung auf GND
Beide Strahlen auf 0-Linie (Bildschirmmitte) stellen und danach beide Kopplungen auf DC
CH1 auf Pin 9, CH2 auf -9V und auf CH1 Triggern
Triggermode kannst du auf Auto stellen.
Delay würde ich auf Norm bringen ist aber egal.
Bitte Foto

...und dann einmal den CH2 von -9V weg auf den Ausgang des Generators am besten direkt am XR2206 Pin ?
und bitte Foto
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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Re: Funktionsgenerator MG7000 Nachbau

Beitragvon Pelle » 06.10.2017, 17:39

:cry: Im Moment fühle ich mich überfordert, denn ich beherrsche mein Oszi noch nicht; will das ja erst lernen.
Stelle einmal in Stellung Sägezahn den Signalverlauf an Pin 9 dar und am 2. Kanal die -9V bei 5V/Div mit GND für beide CH in der Mitte d Bildschirms.
Anleitung:
Beide CH auf 5V/Div stellen, Kopplung auf GND
Beide Strahlen auf 0-Linie (Bildschirmmitte) stellen und danach beide Kopplungen auf DC
CH1 auf Pin 9, CH2 auf -9V und auf CH1 Triggern
Triggermode kannst du auf Auto stellen.
Delay würde ich auf Norm bringen ist aber egal.
Bitte Foto

...und dann einmal den CH2 von -9V weg auf den Ausgang des Generators am besten direkt am XR2206 Pin ?
und bitte Foto


"CH2 auf -9V und auf CH1 Triggern
Triggermode kannst du auf Auto stellen." --> keine Ahnung, wie das geht!

"und dann einmal den CH2 von -9V weg auf den Ausgang des Generators am besten direkt am XR2206 Pin ?" --> um direkt an Pin 2 zu gehen fehlt mir ein Adapter BNC/Bananenbuchse. Mit meinen Tastköpfen würde ich einen Kurzschluss verursachen.

:?
Genervt? ...einfach Pause einlegen. ...rennt ja nix davon. :wink:
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Re: Funktionsgenerator MG7000 Nachbau

Beitragvon alterhase » 06.10.2017, 18:15

OK! ...kein Problem. :wink: nur nix überhudeln! :mrgreen:

Beim HM 412-5 heißts ja "Peak" sonst ist "Auto" üblich ...sorry, hab nicht vorher nachgesehen. :oops:
Hast du die Bedienungsanleitung vom Scope ? klickmich unter Kapitel "Triggerung und Zeitablenkung" beschrieben im pdf auf Seite 19.
Scope Trigger.PNG
Delay würde ich auch abschalten
Scope Delay.PNG


Videotutorial wie arbeite ich mit dem Oszilloskop 1 von 11 klickmich für nebelige Herbsttage am Kamin. 8)
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Re: Funktionsgenerator MG7000 Nachbau

Beitragvon Pelle » 07.10.2017, 11:56

:D Vielen lieben Dank; auch dür die bereits erfolgte Einführung in die Arbeit mit einem Oszilloskop und das heraussuchen der Bedienungsanweisung. Ich hoffe Du hast weiterhin Spaß daran, dieses Thema auch irgendwann zum Abschluß zu bringen? Leider musste ich hier bremsen, denn der ganze "Input" muß erst einmal von mir verarbeitet werden; bin ja schließlich auch nicht mehr der Jüngste. :roll:
Also bis bald?
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Re: Funktionsgenerator MG7000 Nachbau

Beitragvon alterhase » 07.10.2017, 13:57

Servus! und viel Spass.
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Re: Funktionsgenerator MG7000 Nachbau

Beitragvon Pelle » 17.10.2017, 20:34

Hallo hier bin ich wieder.
Ich habe in der Zwischenzeit noch einmal alle Leiterbahnen und Bauteile rings um den XR2206 überprüft. Dabei entspricht eigentlich alles den Vorgaben; konnte jedenfalls keinen Fehler mehr finden.
Zunächst erst einmal die vom alten Hasen gewünschten Oszilloskopbilder:
DSCN1716.JPG
Stelle einmal in Stellung Sägezahn den Signalverlauf an Pin 9 dar und am 2. Kanal die -9V bei 5V/Div mit GND für beide CH in der Mitte d Bildschirms.
DSCN1718.JPG
...und dann einmal den CH2 von -9V weg auf den Ausgang des Generators am besten direkt am XR2206 Pin

Ich möchte jetzt noch einmal zusammenfassen, welche weiteren Schritte ich unternommen habe:
Es funktionierte alles, bis auf den Sägezahn. Um die hohen Frequenzen auf dem Frequenzmesser darzustellen, musste ich den Pullup Widerstand auf 220 kOhm verkleinern. Er saß als SMD Bauteil am Schalter S3 zwischen der Einstellung für Dreieck und dem Pullup Widerstand R20 an dem freien Pin auf der Leiterbahn. Das Layout und der Schaltplan stimmen nicht immer überein. Die beiden Pullup Widerstände R20 und R21 hatte ich durch ein Poti mit 22 kOhm ersetzt, um beim Rechteck die Amplitude ändern zu können. Als Nebeneffekt ließen sich die anderen Kurvenformen damit beeinflussen, wenn man das wollte. Der Frequenzmesser lässt sich durch einen Umschalter separat betreiben, die Masse ist durchgeschleift. Am Eingang des Frequenzmessers ist die Schutzschaltung vom Chef zusätzlich eingebaut.
Teilschaltplan_snipping.JPG
Teilschaltplan_snipping.JPG (33.97 KiB) 408-mal betrachtet
Das war der Stand der Dinge am vergangenen Montag…..
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Re: Funktionsgenerator MG7000 Nachbau

Beitragvon Pelle » 17.10.2017, 20:58

Heute habe ich, weil ich unbedingt die Ursache finden möchte, warum der Frequenzmesser beim Sägezahn nicht korrekt funktioniert, noch folgende Änderungen vorgenommen:
1. Das Poti zwischen R20 und R21 nur noch auf R20 wirken lassen. R21 ist wieder der ursprüngliche 10 kOhm Festwiderstand. Jetzt lässt sich nur noch die Amplitude des Rechtecksignals beeinflussen.
2. Den Smd Widerstand habe ich wieder entfernt, da bei hohen Frequenzen beim Dreieck der Frequenzmesser wieder auf Null springt. Ihn habe ich durch ein 1 MOhm Poti ersetzt und direkt an +9 V gelegt. Parallel dazu einen Kerko von 27 pF. Damit lässt sich zwar der Frequenzbereich nach oben verschieben, aber zufriedenstellend ist das auch nicht, da jetzt der Sägezahn nicht mehr da ist.

Nach erneutem Suchen, komme ich jetzt zu dem Schluss, daß das Layout fehlerhaft ist:
Layoutausschnitt.jpg
Schalterstellung.jpg
Teilschaltplan Ausschnitt.png

Es stimmt scheinbar wohl nicht mit dem Schaltplan überein! :mrgreen:

Edit: Ich korrigiere mich. Das Layout stimmt mit dem Schaltplan überein, habe es gestern nicht ganz verstanden. Ich weiß jetzt leider nicht mehr weiter!
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Re: Funktionsgenerator MG7000 Nachbau

Beitragvon alterhase » 18.10.2017, 18:30

Ich bin jetzt auch ein wenig "von der Spur". :oops:

Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass wir einen letztgültigen Schaltplan vom entsprechenden Schaltungsteil verwenden. Kann ja auch eine Handskizze sein, nur eindeutig und aktuell ...ich will mir nicht alles zusammensuchen müssen ...ist so schon anstrengend genug. :wink:
XR2206, Umschalter, Pullups, Poti, 220k, Zählerumschaltung, und Eingangsteil des Zählers.
Ist Arbeit. OK aber du brauchst sowieso eine Dokumentation.
Die Layoutbilder sind relativ nutzlos, weil zu kompliziert zum Nachvollziehen.

Das Oszillogramm ist leider sehr verwackelt, vielleicht kannst du die Kamera auf einen festen Gegenstand auflegen oder ein Stativ verwenden. Zwischen ersten und zweiten Oszifoto hast du die Zeitbasis verändert 5ms auf 10ms aber das Bildschirmfoto sagt aus, dass auch zwischenzeitlich auch die Generator-Frequenz verstellt wurde. 15Hz statt 85Hz ...ist dem so? und wenn ja warum?

Tip:
Vielleicht kannst du einen der beiden zeitbestimmenden Widerstände etwas verändern, sodass der Frequenzunterschied etwas deutlicher zutage tritt. Die an TR1 u. TR2 47k zu 12k (wenn ich mich richtig erinnere) schalte einfach zum 12k einen 10k parallel.
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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Re: Funktionsgenerator MG7000 Nachbau

Beitragvon Pelle » 18.10.2017, 20:52

Tja, das geht in der Tat etwas durcheinander, denn es sind ja auch verschiedene "Entwicklungsschritte" hintereinander. Das Resultat kann sich meines Erachtens jedoch schon sehen lassen. Der jetzige Stand erfüllt nahezu meine Erwartungen. (Dank Deiner Hilfe) Ich will mal versuchen bis zum Wochenende einen kompletten Teil- Schaltplan mit allen relevanten Neuerungen hier einzustellen. Es funktionieren alle Wellenarten, die dazugehörigen Frequenzen werden auch angezeigt. Das lässt sich auch mit einem angeschlossenen Lautsprecher nachvollziehen. Durch die Modifikationen wird bei allen Wellenarten, mit Ausnahme des Sägezahns, das Testsignal mit den gewählten 500 Hz wiedergegeben. Der Sägezahn erreicht jedoch nur 1/2 bis 2/3 dieser Frequenz, auch bei höheren Frequenzen, die ja durch den Wahlschalter S2 voreingestellt werden können. Dieses erkennt man an der Frequenzanzeige und es ist auch hörbar.
Wünschenswert wäre jetzt eigentlich nur, daß auch die Frequenzanzeige beim Sägezahn mit den anderen Wellenarten korrespondiert. Aber ob das machbar ist?

alterhase hat geschrieben:Das Oszillogramm ist leider sehr verwackelt, vielleicht kannst du die Kamera auf einen festen Gegenstand auflegen oder ein Stativ verwenden. Zwischen ersten und zweiten Oszifoto hast du die Zeitbasis verändert 5ms auf 10ms aber das Bildschirmfoto sagt aus, dass auch zwischenzeitlich auch die Generator-Frequenz verstellt wurde. 15Hz statt 85Hz ...ist dem so? und wenn ja warum?
Das ist in der Tat so, denn ich musste um das Signal abzunehmen den FG mehrmals hin und herdrehen. Dabei ist unbeabsichtigt die Frequenz verstellt worden und ich habe es zu spät bemerkt. Die Zeitbasis musste ich ändern und sogar die Signaldarstellung am Oszi von Alt. auf Chop. umschalten. Die Ursache liegt entweder beim alten Oszilloskop, oder ich habe hier zeitweise starke Stromnetzstörungen. Die Bildqualität versuche ich noch zu verbessern; die Digitalkamera Nikon Coolpix 775 ist jedoch auch schon alt (Bj 2001). Werde mal versuchen sie irgendwo draufzulegen.
Tip:
Vielleicht kannst du einen der beiden zeitbestimmenden Widerstände etwas verändern, sodass der Frequenzunterschied etwas deutlicher zutage tritt. Die an TR1 u. TR2 47k zu 12k (wenn ich mich richtig erinnere) schalte einfach zum 12k einen 10k parallel.
4k7 zu 12 k. Ich schalte zum 12 K noch einen 10 k in Reihe. Muß ja eh löten.
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Re: Funktionsgenerator MG7000 Nachbau

Beitragvon alterhase » 19.10.2017, 08:07

...Der Sägezahn erreicht jedoch nur 1/2 bis 2/3 dieser Frequenz...
...das ist systembedingt. Bei allen Wellenformen außer Sägezahn bestimmt der R10? 4k7 die steigende und fallende Flanke und damit die Periodendauer = 1/Frequenz. Nur bei Sägezahn bestimmen 4k7 eine Flanke und 12k die andere Flanke. 12k ist größer also braucht seine Flanke länger. Also steigt die Periodendauer und da Frequenz = 1/Zeit sinkt die Frequenz.

Wünschenswert wäre jetzt eigentlich nur, daß auch die Frequenzanzeige beim Sägezahn mit den anderen Wellenarten korrespondiert. Aber ob das machbar ist?
...nein! im Gegenthum, siehe oben. Die Frequenzanzeige muß mit der Frequenz korespondieren und nicht mit der Frequenz von anderen Wellenformen. Dass die Frequenzanzeige einige Beiträge weiter oben nicht mit der Periodendauer korrespondiert hat ist ein Fehler den es noch zu untersuchen gilt.
Beim "Sägezahn" ist die Steig- plus Fallzeit etwa 3mal so lang, was einer Periodendauer von 6 ms = 166Hz entspricht. Der Zähler sagt aber 335Hz etwa das Doppelte. Da stimmt was nicht! :roll: ...ich misstraue da dem Zähler weil der Timingwiderstand TR2 etwa das 3fache des TR2 entspricht.


Das lässt sich auch mit einem angeschlossenen Lautsprecher nachvollziehen.
...das mit dem Lautsprecher war eine hervorragende Idee von dir. wenn sich die Tonhöhe beim umschalten auf Sägezahn wesentlich ändert, so funktioniert die TR1/TR2 Umschaltung. Das Ohr ist da wesentlich empfindlicher als das Auge. Wenn man auf dem Scope zu wenig sieht, so liegt das daran, dass die beiden zeitbestimmenden Widerstände zuwenig weit auseinander liegen. ...vielleicht gibts da auch noch einen verdeckten Schaltfehler.

Ich schalte zum 12 K noch einen 10 k in Reihe. Muß ja eh löten.
...OK! bei der Gelegenheit könntest du auch den R13 einseitig ablöten, das Hühnerfutter dahinter brauchst jetzt (Wobbeln willst du ja zZ. noch nicht) nicht und es könnte störend wirken.
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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